Flüchtlinge helfen NPD-Politiker nach Autounfall

Syrische Flüchtlinge haben offenbar einem NPD-Politiker nach einem Autounfall Erste Hilfe geleistet. Die Syrer haben den Mann aus dem Auto gezogen und bis zum Eintreffen eines Rettungswagens versorgt.

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Syrische Flüchtlinge haben einem Zeitungsbericht zufolge einem Politiker der NPD nach einem Autounfall Erste Hilfe geleistet. Die Gruppe von Asylsuchenden sei zufällig mit zwei Bussen am Unfallort vorbeigefahren, berichtete die Frankfurter Rundschau am Dienstag unter Berufung auf ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Die Flüchtlinge hätten den Mann aus dem Auto gezogen und bis zum Eintreffen eines Rettungswagens versorgt.

Der 29-jährige Stefan Jagsch, NPD-Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl in Altenstadt im hessischen Wetteraukreis, war dem Bericht zufolge am Mittwoch vergangener Woche aus ungeklärter Ursache mit seinem Wagen von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Eine Polizeisprecherin bestätigte lediglich den Unfall eines 29-Jährigen. Genauere Angaben zur Identität des Unfallopfers wollte sie nicht machen.

Beamte hätten jedoch vom Hörensagen erfahren, dass Flüchtlinge Erste Hilfe geleistet hätten, sagte die Sprecherin. Offiziell bestätigen könne sie das nicht, weil keine Nachforschungen dazu angestellt worden seien.

Hingegen bestätigt die Partei den Unfallhergang laut Frankfurter Rundschau: Der hessische NPD-Parteichef Jean Christoph Fiedler bezeichnet die Hilfe der Syrer als „wohl eine sehr gute, humane Leistung“. Laut der Partei liegt Jagsch nach seinem Unfall weiter im Krankenhaus. Es gehe ihm „den Umständen entsprechend“, so Fiedler.

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