Russland: OMV vor Abschluss von Asset-Deal mit Gazprom

Österreichs Energie-Riese will sich an einem sibirischen Öl- und Gasfeld beteiligen. Im Gegenzug soll Gazprom Unternehmensanteile von OMV erhalten. Die österreichische Wirtschaft fordert ein Ende der Russland-Sanktionen.

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In den geplanten Asset-Deal zwischen dem österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV und dem russischen Energie-Riesen Gazprom dürfte bald Bewegung kommen. OMV-Chef Rainer Seele wird gemeinsam mit dem österreichischen Finanzminister Hans Jörg Schelling am 1. April nach St. Petersburg reisen, wie ein OMV-Sprecher am Dienstag sagte. Details zur Reise wollte er aber nicht nennen.

OMV will sich mit knapp 25 Prozent an einem Teil des sibirischen Öl- und Gasfelds Urengoy beteiligen und bietet Gazprom im Gegenzug Unternehmensteile an. Wie dieses Tauschgeschäft im Detail aussehen wird, ist noch offen. „Der Umstand, dass Finanzminister Schelling an der Reise teilnimmt ist ein Indikator dafür, dass die OMV und Gazprom in ihren Verhandlungen über eine künftige Kooperation einen Schritt weitergekommen sind“, sagte eine mit den Vorgängen bei der OMV vertraute Person zu Reuters.

Für Aufsehen sorgten zuletzt Medienberichte, wonach OMV den Russen für den geplanten Anteilstausch eine Beteiligung an der Raffinerie Schwechat anbieten könnte.

Dem Wiener Konzern macht derzeit der Ölpreisverfall stark zu schaffen. Hoffnung setzt der OMV-Chef auf Russland, weil dort die Produktionskosten deutlich niedriger sind als etwa in der Nordsee.

Mit einem Einstieg bei den Österreichern würde Gazprom wiederum seinen Einfluss im europäischen Energiegeschäft ausbauen.

Die österreichische Wirtschaft forderte bereits zuvor ein Ende der EU-Sanktionen gegen Russland. Alle Bereiche der österreichischen Exportwirtschaft seien schwer getroffen, so der Präsident der Österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl.

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