Brüssel-Killer waren US-Behörden als Islamisten bekannt

US-Sicherheitsbehörden haben zwei der Brüsseler Attentäter vor den Anschlägen als potenzielle Terroristen in einer Datenbank geführt. Ob die Informationen auch an Belgien weitergegeben wurden, ist unklar.

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Die beiden Brüder, die die Selbstmordanschläge in Brüssel verübt haben, waren offenbar auch den US-Behörden als islamistische Gefährder bekannt. Khalid El Bakraoui und Ibrahim El Bakraoui seien in einer Datenbank mit Extremisten geführt worden, hieß am Donnerstag aus US-Regierungskreisen, wie der Sender NBC meldete.

In ihrem Heimatland Belgien waren die Brüder wegen verschiedener Delikte polizeibekannt, standen aber nicht unter Terrorverdacht. Khalid zündete laut Staatsanwaltschaft die Bombe in der Brüsseler Metro. Ibrahim war demnach einer der Selbstmordattentäter vom Flughafen.

Die Türkei hatte Belgien vorgeworfen, Warnungen vor einem der Attentäter ignoriert zu haben. Die Türkei habe Ibrahim El Bakraoui im vergangenen Jahr abgeschoben und die belgischen Behörden gewarnt, dass es sich bei ihm um einen Dschihadisten handele, erklärte Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Dieser Darstellung widersprechen Belgien und die Niederlande teilweise: Ibrahim El Bakraoui wurde von der Türkei am 14. Juli 2015 in die Niederlande ausgewiesen. Die türkischen Behörden hätten ihn gemeinsam mit einem nicht genannten Deutschen in ein Flugzeug von Istanbul nach Amsterdam gesetzt, teilte der niederländische Justizminister Ard van der Steur am Donnerstagabend in einem Brief an das Parlament in Den Haag mit. Die Niederlande wurden nach eigenen Angaben nicht über den Grund der Ausweisung informiert. Auch Belgien ist laut Justizminister Koen Geens im vergangenen Jahr sehr spät von der Türkei über die Ausweisung des informiert worden.

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