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Polizei überlastet: Gedenkmarsch in Brüssel abgesagt

Die belgischen Behörden haben aus Überlastungsgründen eine für Sonntag geplanten Kundgebung in Brüssel abgesagt. Als Gründe wurden die aktuelle Gefährdungslage, die laufenden Ermittlungen zu den Anschlägen sowie die begrenzten Kapazitäten der Polizei angeführt.

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Ein für Sonntag in Brüssel geplanter Gedenkmarsch für die Opfer der Anschläge ist wegen Überlastung der Polizei abgesagt worden. Eigentlich hatten die Organisatoren zu einem „Marsch gegen die Angst“ aufgerufen.

Die Behörden und der Brüsseler Bürgermeister hatten aber an die Veranstalter appelliert, dem Aufruf nicht zu folgen, da die Polizei derzeit überfordert sei. Die Organisatoren überlegten es sich daraufhin anders. „Wir stimmen absolut mit der Bitte der Behörden überein, den Marsch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“, sagte Emmanuel Foulon für die Veranstalter, „Die Sicherheit der Bürger hat absoluten Vorrang.“

Mit dem «Marsch gegen die Angst», einer Schweigeminute und Ansprachen von Opfern wollten mehrere Tausend Menschen, die sich auf Facebook angemeldet hatten, der Anschläge gedenken. Ausgangspunkt der für Sonntagnachmittag geplanten Veranstaltung sollte der Börsenplatz in der Innenstadt sein, wie verschiedene Organisatoren mitteilten. Der Börsenplatz war nach den Anschlägen zum zentralen Ort der Trauer geworden.

Vier Tage nach den Terroranschlägen in Brüssel sind die meisten Todesopfer identifiziert. Bei 24 der 31 von Selbstmordattentätern getöteten Menschen sei nun geklärt, um wen es sich handelt, teilte die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Belga am Samstag mit. Unter den Toten ist auch eine Frau aus Aachen.

Mittlerweile geht das Gesundheitsministerium von 340 Verletzten aus – bisher war von 300 Personen die Rede. Rund 100 Verletzte sind danach noch im Krankenhaus, davon 23 auf der Intensivstation. Einige Opfer haben schwere Verbrennungen. Auch der Mann der getöteten Aachenerin liegt nach Angaben vom Freitag noch im Krankenhaus.

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