Schweizer Großbanken wollen an russischen Privatisierungen mitverdienen

Die UBS und die Credit Suisse wollen den russischen Staat offenbar bei bevorstehenden Privatisierungen beraten. Voraussetzung sei, dass die Banken nicht gegen die Russland-Sanktionen verstoßen.

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Die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse hoffen auf gute Geschäfte bei der Privatisierung russischer Staatsfirmen. Beide Institute hätten der Moskauer Regierung angeboten, sie bei beim Verkauf von Anteilen der Bank VTB, der Ölfirma Bashneft und dem Diamantenkonzern Alrosa zu beraten, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Institute damit nicht gegen die internationalen Sanktionen gegen Russland verstoßen.

Die Banken hätten auf eine entsprechende Anfrage des russischen Wirtschaftsministeriums reagiert. Neben UBS und Credit Suisse habe auch die italienische UniCredit den Finger gehoben. US-Banken wie Goldman Sachs, JP Morgan, Bank of America Merrill Lynch, Citi und Morgan Stanley seien ebenfalls angeschrieben worden, haben jedoch den Insidern zufolge ihre Dienste nicht angeboten. UBS, Credit Suisse und Unicredit wollten sich nicht äußern.

Die Schweiz ist zwar kein Mitglied der EU, beteiligt sich jedoch an den EU-Sanktionen gegen Russland. Von den Gegensanktionen Russlands auf Nahrungsmittelimporte aus der EU ist das Land jedoch ausgenommen. Schweizer Käse ist deshalb der einzige westeuropäische Käse in den Regalen der Moskauer Supermärkte.

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