VW-Absatz in den USA bricht im Abgas-Skandal weiter weg

Volkswagen muss in den USA einen weiteren, signifikanten Absatzrückgang hinnehmen. Auch Daimler, BMW und Toyota melden sinkende Verkaufszahlen. Positiv entwickelt sich der Markt für die US-Hersteller.

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Der Kundenschwund von Volkswagen in den USA setzt sich auch knapp ein halbes Jahr nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen fort, meldet Reuters. Während viele Wettbewerber auf dem zweitgrößten Pkw-Markt der Welt nach China im März mehr Autos verkauften, ging es bei VW um weitere rund zehn Prozent auf nur noch knapp 27.000 Fahrzeuge nach unten. Ford kam indes auf knapp 255.000 (plus acht Prozent), die Opel-Mutter General Motors auf 252.000 (plus ein Prozent), Weltmarkführer Toyota auf knapp 222.000 (minus 2,7 Prozent) und Fiat Chrysler auf 213.000 (plus acht Prozent).

Insgesamt legten die Verkäufe quer durch alle Hersteller den Branchenexperten von Autodata zufolge um drei Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge zu. Erwartet worden war allerdings ein Zuwachs von sieben Prozent. Entsprechend gaben die Aktien der großen Autobauer am Freitag an der Börse überwiegend nach. Dennoch ist der US-Markt auf gutem Weg, sich 2016 dank niedriger Sprit-Preise, Zinsen nahe Null und geringer Arbeitslosigkeit so gut wie seit Jahren nicht mehr zu entwickeln. 2015 waren in den USA 17,4 Millionen Autos verkauft worden.

Die Daimler-Tochter Mercedes verbuchte im März in den USA einen Absatz-Rückgang von knapp sechs Prozent auf rund 28.000 Autos, bei BMW ging es um 12,5 Prozent auf rund 30.000 bergab. Audi konnte den Absatz indes um 7,5 Prozent auf knapp 18.400 Fahrzeuge steigern. Für die VW-Tochter war es der 63. Monat in Folge mit Zuwächsen. Porsche verkaufte 32 mehr Sportwagen als im Vorjahresmonat und kam auf 4323.

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