Bundespolizei: Deutlicher Anstieg von Grenz-Übertritten mit Hilfe von Schleusern

Die Zahl der geschleusten Migranten hat sich seit März verfünffacht. Die Schleuser profitieren von den Reisebeschränkungen für Flüchtlinge in Österreich.

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Die Reisebeschränkungen für Flüchtlinge in Österreich beflügeln offenbar das Geschäft von Schleusern. Im März seien rund 500 Migranten aufgegriffen worden, die von Schleppern nach Deutschland gebracht oder in Grenznähe ausgesetzt worden seien, sagte Matthias Knott von der Bundespolizeidirektion München am Dienstag. Dies seien fünf Mal so viele wie im Januar mit 100 Person gewesen. Nach Einschätzung des Experten steigt das Schleusergeschäft gerade deswegen wieder, weil von Österreich keine Kontingente von Flüchtlingen mehr gezielt an die deutsche Bundespolizei übergeben würden. Unter diesen gezielten Übergaben sei es für Migranten nicht notwendig gewesen, sich auf eigene Faust durchzuschlagen oder Geld an Schlepper zu zahlen.

Die Bundespolizei kontrolliert an den Grenzübergängen an den Autobahnen A3, A8 und A93 sowie auf den von Flüchtlingen genutzten Zugverbindungen. An anderen Grenzabschnitten finden dem Sprecher zufolge stichprobenartige Kontrollen statt. Im gesamten Bundesgebiet kamen im März nach Zahlen der Bundespolizei 5557 Flüchtlinge an. In den ersten drei Monaten waren es einer Statistik vom Dienstag zufolge rund 107.700.

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