Cameron unter Druck: Sein Vater betrieb Steuer-Vermeidung

Der britische Premier David Cameron steht aufgrund der Panama Papers unter Druck. Nicht nur sein verstorbener Vater, sondern auch Mitglieder seiner Partei sollen in Offshore-Geschäfte verwickelt gewesen sein.

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Der britische Premierminister David Cameron gerät im Zuge der Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama unter Druck.

Britischen Medienberichten zufolge wird in den mehr als 11,5 Millionen Dokumenten, auf denen die Enthüllungen fußen, sein verstorbener Vater Ian Cameron erwähnt. Er soll über einen Offshore-Fonds die Vermögen von wohlhabenden Personen verwaltet haben. Im Prospekt für den Investment-Fonds Blairmore Holdings Inc. ist sogar ausdrücklich die Rede davon, dass die Gelder so angelegt werden sollen, dass die Investoren britische Steuergesetze vermeiden, berichtet ICIJ.

Zudem tauchen demnach in den Unterlagen auch Mitglieder von Camerons Partei sowie finanzielle Unterstützer der Konservativen auf.

„Wir haben Maßnahmen ergriffen, um gegen Offshore-Geschäfte vorzugehen. Es war der Premierminister, der dies in den Mittelpunkt unseres G-8-Vorsitzes gerückt hat, um Aktionen im Bereich der Steuertransparenz zu verbessern“, zitiert The Telegraph einen Sprecher von David Cameron.

Nach Angaben der Regierung ist es seit Camerons Amtsantritt 2010 gelungen, mehr als zwei Milliarden Pfund zusätzlich von Steuerflüchtigen einzutreiben, die auf Steueroasen ausweichen wollten.

Ob diese politischen Beteuerungen ausreichen, wird sich erst noch zeigen: Der isländische Premier ist wegen seiner Offshore-Geschäfte bereits an den Rand des Rücktritts geraten. 

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