Chinas Devisenreserven steigen erstmals seit November

Nach mehreren Monaten, in denen hohe Abflüsse verzeichnet wurden, stiegen die Devisenreserven der Volksrepublik wieder an. Die Zentralbank scheint derzeit kaum mehr Dollar verkaufen zu müssen, um einer allzu starken Schwächung des Yuan entgegenzuwirken.

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Die Devisenreserven in China sind im März unerwartet gestiegen. Sie legten um 10,26 Milliarden Dollar auf 3,21 Billionen Dollar zu, wie aus Daten der Zentralbank vom Donnerstag hervorgeht. In den Vormonaten waren sie dagegen teils erheblich zurückgegangen, weil die Zentralbank Dollar verkaufte, um den Wert des Yuan zum Dollar zu stabilisieren und die laufende Kapitalflucht zu drosseln. Bei dem Antieg spielten nach Einschätzung von Experten günstige Wechselkurse eine Rolle. So gab der Dollar zum Euro und zum Yen nach, weil Fachleute damit rechnen, dass die US-Notenbank sich mit weiteren Zinserhöhungen länger Zeit lässt. Trotzdem verweist die unerwartete Zunahme tendenziell auf den Umstand, dass sich der Kapitalabzug aus China deutlich abgeschwächt haben dürfte.

Es war der erste Anstieg der Reserven seit November. Noch im Dezember hatten Investoren mit mehr als 100 Milliarden Dollar so viel Geld aus China abgezogen wie nie zuvor. Sie reagierten damit auch auf die Konjunkturabkühlung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Seither hat die Regierung der Volksrepublik eine Reihe von Gesetzen erlassen, welche die Abflüsse erschweren sollen.

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