USA verlegen B-52-Bomber in den Nahen Osten

Die USA verstärken ihre Militärpräsenz in Nahen Osten mit B-52 Bombern. Welchen genauen Auftrag die unter anderem im Vietnam-Krieg eingesetzten Maschinen haben, ist unklar. Die Nato strebt eine langfristige Präsenz im Nahen Osten.

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Eine B52 mit einem X-51A WaveRider unter der Tragfläche. (Foto: U.S. Air Force/Bobbi Zapka)

Eine B52 mit einem X-51A WaveRider unter der Tragfläche. (Foto: U.S. Air Force/Bobbi Zapka)

Im Kampf um die Vorherrschaft im Nahen Osten verlegen die USA zum ersten Mal seit dem Ende des Golfkriegs 1991 wieder B-52-Bomber in den Nahen Osten. Die ab Samstag in Katar stationierten Maschinen sollten laut Reuters zum Einsatz von Präzisionswaffen gegen die Terror-Miliz IS verwendet werden, sagte Generalleutnant Charles Brown vom Central Command. Ein Sprecher der US-Luftwaffe lehnte es ab, die Zahl der eingesetzten Langstreckenbomber zu nennen. „In diesem Krieg ist Genauigkeit von kritischer Bedeutung“, sagte er. Weil die IS-Kämpfer sich oft unter die Bevölkerung mischten, seien Flächenbombardements nicht effektiv. Die B-52 waren im Vietnam-Krieg für derartige Angriffe eingesetzt worden.

Syrien hatte erst am Freitag einen US-Bürger freigelassen, der in der Region offenkundig als Söldner unterwegs war. Die USA unterstützen verschiedene Kampfgruppen. Nach offizieller Aussage handelt es sich bei vielen Einsätzen um „Militärberater“. Die Nato hat diese Woche erklärt, die „Ausbildung“ von Armeen im Nahen Osten künftig Teil ihres Geschäftsmodells ist. Dazu will die Nato mit dem Golf Kooperationsrat zusammenarbeiten.

Nato General Jens Stoltenberg hatte erklärt, dass die USA und die EU sich auch durch Militäreinsätze auf fremdem Territorium verteidigen müssten. Völkerrechtlich ist dieser Ansatz nicht gerechtfertigt und würde unter Umständen eher als Angriffskrieg klassifiziert werden.

Die Golfstaaten waren nach Aussage des früheren indischen Botschafters in Damaskus führend bei der Destabilisierung Syriens.

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