Nato hält Großmanöver in Niedersachsen und Bremen ab

Die Nato, die Bundeswehr und etliche EU-Staaten haben ein Großmanöver in Niedersachsen und Bremen gestartet. Geübt wird die Verlegung von Truppen. Die Nato sieht Russland als Gefahr an und will ihre Präsenz in Osteuropa verstärken.

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Soldaten der Bundeswehr und zahlreicher anderer Armeen aus Nato- und EU-Ländern haben am Montag mit einer großangelegten Truppenverlegungsübung in Niedersachsen und Bremen begonnen. Dies teilte ein Sprecher des Kommandos Streitkräftebasis in Garlstedt mit. Es handelt sich um eines der größten derartigen Manöver der Bundeswehr seit Jahrzehnten.

Die Soldaten üben nach Angaben der Bundeswehr komplexe logistische und taktische Abläufe bei der Verlegung von Truppen auf dem Luft-, See- und Landweg in ein fiktives Operationsgebiet. An dem rund zweiwöchigen Manöver namens „Joint Derby 16“ beteiligen sich mehr als 2000 Soldaten aus zwölf Nationen mit insgesamt rund 450 Militärfahrzeugen.

Die Bundeswehr stellt dabei mit etwa 800 Soldaten das größte Kontingent. Beteiligt sind ferner zahlreiche Soldaten aus den Niederlanden, Österreich, Tschechien und Luxemburg sowie Experten vieler anderer Streitkräfte, darunter der USA, Spaniens und Ungarns.

In den kommenden Tagen stehen zunächst Computersimulationsübungen an der Logistikschule der Bundeswehr im niedersächsischen Garlstedt an, wo ein fiktives Logistik-Hauptquartier eingerichtet wurde. Ab Freitag beginnt dann der reale Manöverteil. Die Soldaten fliegen mit Transportflugzeugen auf den Flugplatz Nordholz ein und fahren von dort unter anderem nach Bremerhaven, wo sie ihre auf Transportschiffe verladenen Einsatzfahrzeuge abholen.

Mit diesen fahren sie anschließend weiter nach Garlstedt, wo sich sämtliche Fahrzeuge, die übrige Ausrüstung und alle Übungsteilnehmern versammeln.
Abschließend sollen sie sich dann als Kolonne geschlossen in den fiktiven Einsatzgebiet bewegen. Nach Angaben der Bundeswehr dauerten die Vorbereitungen für die komplexe Übung mehr als zwei Jahre.

Das Manöver geht zudem nahtlos in die sich anschließende Militärübung „European Spirit“ über, bei dem Teile der sogenannten Schnellen Eingreifkräfte der EU, die EU-Battlegroups, ihre Fähigkeiten proben und für den multinationalen Einsatz zertifiziert werden sollen. Deutschland, die Niederlande, Österreich, Tschechien, Irland, Kroatien und Luxemburg stellen in der zweiten Jahreshälfte gemeinsam die Truppen für die aktuelle Battlegroup.

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