Top-Ökonom: „Brexit“ könnte das Ende der EU einläuten

Der Ökonom Nouriel Roubini geht im Falle eines Austritts Großbritanniens aus der EU von schwerwiegenden Folgewirkungen für den Staatenbund aus. Die Austrittsbestrebungen anderer Länder und Regionen würden daraufhin neuen Auftrieb erhalten und könnten langfristig zum Zusammenbruch der EU führen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

In einem Interview mit dem Wirtschaftsnachrichtensender Bloomberg hat der Ökonom Nouriel Roubini einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU („Brexit“) als Anfang vom Ende der Europäischen Union bezeichnet.

Gefragt, ob ein Brexit Folgen für andere Länder und die gesamte EU haben würde, sagte Roubini: „Das hat es. Wenn die Briten sich dazu entscheiden, die  EU zu verlassen, werden viele Dinge geschehen. Es wird eine große Unsicherheit entstehen – nicht nur bezüglich Großbritanniens, sondern bezüglich der gesamten Europäischen Union.“

Dabei ging er insbesondere auf bereits bestehende Abspaltungsbestrebungen ein. „Als nächstes würden die Schotten ein Referendum über den Verbleib im Vereinigten Königreich verlangen. In Spanien würden die Katalanen sagen, dass sie von Spanien unabhängig sein wollen. Einige nordische Mitgliedsstaaten der EU wie Schweden könnten darauf hinweisen, dass die EU ohne Großbritannien praktisch eine Eurozone geworden ist und dass sie nicht Teil dieser Währungsgemeinschaft sein wollen.“

„Dies könnte der Anfang vom Ende der Europäischen Union sein. Zu bedenken ist außerdem, dass es aufgrund der Spannungen zwischen Griechenland und seinen Gläubiger zu einem „Grexit“  kommen könnte, was wahrscheinlich das Ende der Eurozone bedeuten würde“, sagte Roubini.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick