Negatives IWF-Urteil sorgt für Nervosität in Griechenland

Die Griechenland-Krise in zurück: Mit seiner negativen Beurteilung der Schuldentragfähigkeit des Landes hat der IWF Nervosität an den Märkten ausgelöst. Die Renditen für griechische Staatsanleihen zogen kräftig an.

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Aus Furcht vor einem Schuldenschnitt für Griechenland haben Anleger am Mittwoch Wertpapiere aus diesem Land verkauft. Der Athener Aktienindex fiel gegen den positiven europäischen Trend um 1,4 Prozent. Anleihen des Mittelmeer-Anrainers warfen Investoren ebenfalls aus ihren Depots. Dies trieb die Rendite der zweijährigen Titel um fast eineinhalb Prozentpunkte auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 12,358 Prozent.

Genährt wurden diese Spekulationen von der Warnung des Internationalen Währungsfonds (IWF), die griechische Schuldenlast sei „in hohem Maße untragbar“. In einem Entwurf, den die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte, forderte er den Erlass von Verbindlichkeiten. Derzeit prüfen IWF, Europäische Zentralbank (EZB) und EU-Kommission die Fortschritte der griechischen Sanierungsbemühungen. Vom Ergebnis hängen weitere Hilfszahlungen ab.

„Das Problem der Tragbarkeit der Schulden wurde trotz diverser Rettungspakete nicht gelöst“, sagte Anlagestratege Orlando Green von der Bank Credit Agricole. Es werde immer wieder für Unruhe sorgen. „Die Frage ist nur, wann.“

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