Sektfirma Henkell plant offenbar Übernahme von Freixenet

Die Sekthersteller Freixenet und Henkell besprechen eine künftige Zusammenarbeit. Insidern zufolge liege bei den Spaniern ein Angebot für die Übernahme einer Mehrheit durch die Oetker-Tochter Henkell auf dem Tisch. Demnach wollen zwei der drei Eigentümerfamilien verkaufen.

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Die Sekthersteller Freixenet und Henkell erörtern eine Kooperation. „Wir befinden uns in Sondierungsgesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit der beiden Unternehmen“, sagte ein Henkell-Sprecher am Dienstag. Möglicherweise plant der zum Oetker-Konzern gehörende deutsche Sekthersteller aber auch mehr: Insider im Umfeld von Freixenet sagten, bei den Spaniern liege ein erstes Angebot für eine Übernahme von Anteilen auf dem Tisch. Demnach habe der Aufsichtsrat von Freixenet am vergangenen Montag ein konkretes Angebot der Oetker-Tochter Henkell beraten und die Zustimmung zum Verkauf von insgesamt 58 Prozent der Unternehmensanteile an den deutschen Wettbewerber gegeben. Der Henkell-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Der WirtschaftsWoche zufolge wollen zwei der drei Familien, denen Freixenet gehöre, an Henkell verkaufen. Diese kontrollierten besagte 58 Prozent der Anteile. Freixenet wollte sich nicht äußern.

Henkell gehört zum Bielefelder Oetker-Konzern. Der Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen des Konzerns setzte im vergangenen Jahr rund 700 Millionen Euro um, zu ihm gehören unter anderem die Sektmarken Henkell Trocken, Fürst von Metternich, Deinhard und die Spirituosen-Marke Wodka Gorbatschow. Zum weit verzweigten Oetker-Reich gehört mit der Radeberger Gruppe auch eine der größten deutschen Brauereigruppen.

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