Spanische CaixaBank will Banco BPI übernehmen

Die Caixabank steht vor der Komplett-Übernahme der portugiesischen BPI. Der Haupteigner bietet für die restlichen 56 Prozent 908 Millionen Euro. Die CaixaBank ist bereits mit einem Anteil von 44,1 Prozent der größte Aktionär des portugiesischen Geldhauses.

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Das spanische Geldhaus CaixaBank hat ein Übernahmeangebot für die portugiesische Banco BPI angekündigt. Wie das Unternehmen am Montag in Barcelona mitteilte, soll die Offerte für die 55,9 Prozent der BPI-Aktien gelten, die sich nicht im Besitz der Spanier befinden. Die CaixaBank ist bereits mit einem Anteil von 44,1 Prozent der größte Aktionär des portugiesischen Geldhauses.
Die angekündigte Offerte solle wirksam werden, sobald sie von der portugiesischen Börsenaufsicht zugelassen werde, kündigte die CaixaBank an. Zuvor waren Verhandlungen der spanischen Bank mit der angolanischen Milliardärin Isabel dos Santos gescheitert, die 18,6 Prozent der BPI-Anteile hält.

Portugals Regierung hatte erst am Sonntagabend den Weg für die Caixabank freigemacht und angekündigt, Stimmrechtsbeschränkungen für Banken abzuschaffen. Bisher halten die Spanier zwar 44 Prozent an BPI, haben aufgrund der geltenden Restriktionen aber nur 20 Prozent der Stimmrechte inne. Neben der Gesetzesänderung ist die Offerte an eine Annahmequote gekoppelt.
Die Caixabank bezeichnete die Komplettübernahme als logischen Schritt ihrer internationalen Expansion. Die Spanier sind bereits seit 1995 im Nachbarland aktiv. Die Akquisition soll bis Ende des dritten Quartals über die Bühne gehen. Die Caixabank erhofft sich zusätzliche Einnahmen sowie Kosteneinsparungen.

BPI-Aktien sind bereits seit dem 8. April vom Handel ausgesetzt. Zuletzt notierten sie mit 1,191 Euro. Die Caixabank-Offerte beläuft sich dagegen auf lediglich 1,113 Euro je Anteilsschein. Damit wird BPI insgesamt mit gut 1,6 Milliarden Euro bewertet.

Die Caixabank hat bislang vergeblich versucht, BPI komplett zu schlucken. Die angolanische Investorin Isabel dos Santos hält 18,6 Prozent und hat damit fast genau so viele Stimmrechte wie die Caixabank. Diese konnte sich mit dos Santos nicht über einen Kauf von deren Anteilen einigen.

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