Dax leicht erholt, Handel in Asien zeigt sich durchwachsen

Der Dax ist mit leichten Gewinnen in den Handelstag gestartet – im Fokus standen dabei mit unterschiedlichen Vorzeichen die Titel von Bayer und ThyssenKrupp. Die Börsen in Asien und den USA meldeten mehrheitlich Verluste.

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Der Dax in der 5-Tages-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Der Dax in der 5-Tages-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Angeführt vom Index-Schwergewicht Bayer hat sich der Dax am Dienstag leicht erholt. Er gewann zur Eröffnung 0,6 Prozent auf 10.357 Punkte. Die Papiere von Bayer verteuerten sich um 1,8 Prozent. Der Pharmakonzern übertraf mit einem Anstieg des operativen Gewinns von knapp 16 Prozent die Markterwartungen.

Aktien von Thyssenkrupp sanken dagegen um vier Prozent im Kurs. Der Mischkonzern verlor das Rennen um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag in Australien. Außerdem äußerte sich der Chef der Aufzug-Sparte, Andreas Schierenbeck, in einem Reuters-Interview zurückhaltend über die Entwicklung des wichtigen Wachstumsmarktes China.

Die Aktienmärkte in Fernost haben vor Sitzungen der Notenbanken in den USA und Japan am Dienstag überwiegend nachgegeben. Anleger seien in Deckung gegangen und machten nach den jüngsten Gewinnen den zweiten Tag in dieser Woche Kasse, sagten Händler. In Tokio verlor der Leitindex Nikkei 0,49 Prozent auf 17.353 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag rund 0,5 Prozent im Minus. Auch die Vorgaben aus den USA waren negativ.

„Wegen der anstehenden Zentralbank-Entscheidungen sind die Anleger in die Defensive gegangen“, sagte Analyst Andrew Meredith vom Broker Tyton Capital Advisors. Die US-Notenbank Fed entscheidet am Mittwoch über ihre weitere Geldpolitik. Wegen der schwachen Wirtschaftsdaten rechnen die meisten Beobachter nicht mit einer Zinsanhebung. Mit Spannung wird jedoch auf Hinweise gewartet, ob dieser Schritt im Juni anstehen könnte. Die Entscheidung der Bank of Japan steht am Donnerstag an. Hier könnten deutlich expansivere Schritte beschlossen werden.

An der Börse in Tokio sorgte der Anstieg des Yen für weitere negative Impulse. Insbesondere Exportwerte waren betroffen. Bei den Einzelwerten standen Mitsubishi-Aktien im Fokus. Die Papiere brachen erneut mehr als neun Prozent ein. Die Zeitung Nikkei hatte berichtet, der japanische Autobauer habe seit den 1990er Jahren Verbrauchstests eingesetzt, die gegen japanische Vorschriften verstießen. Dies könnte Dutzende Modelle betreffen. Mitsubishi hatte vergangenen Woche eingeräumt, bei vier Modellen getrickst zu haben, um einen niedrigeren Benzinverbrauch vorzutäuschen.

Die chinesische Börse in Schanghai sowie der Index der wichtigsten chinesischen Unternehmen in Schanghai und Shenzhen legten etwas zu. Beflügelt wurden sie von den jüngsten Ankündigungen der Regierung, mit einem Zehn-Punkte-Plan das Wachstum zu stimulieren.

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