Dax fällt nach schwachen Vorgaben aus Asien

Der deutsche Leitindex ist mit Verlusten in den Handel gestartet. Zuvor hatte das Stillhalten der japanischen Notenbank Anlegern zufolge für Verluste in Japan gesorgt – der japanische Yen stieg daraufhin so stark wie seit drei Monaten nicht mehr.

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Der Dax verlor zur Eröffnung 0,8 Prozent auf 10.222 Punkte, wie Reuters berichtet. Der Handelstag steht Beobachtern zufolge wohl noch im Zeichen der Geldpolitik: die Bank von Japan verzichtete auf die erhoffte erneute Lockerung der Geldpolitik. Bei der Fed bemängelten Börsianer klare Hinweise auf die Aussichten für die US-Geldpolitik.

Bei den Unternehmen stand die Aktie der Deutschen Bank im Fokus. „Vor- und Nachsteuer-Ergebnis lagen über den reduzierten Erwartungen“ sagte Marktanalyst Heino Ruland vom Brokerhaus ICF. Offenbar trage der eingeschlagene Sparkurs Früchte. Die Aktie stieg um 3,4 Prozent.

Im MDax gehörten Titel von Wacker Chemie mit einem Kursplus von 1,9 Prozent zu den Favoriten. Umsatz und Gewinn des Chemiekonzerns gingen im ersten Quartal zwar zurück, dennoch hob das Unternehmen seine Gesamtjahresziele an. Die Papiere von Airbus fielen dagegen um 4,6 Prozent. Der Flugzeugbauer verdiente im ersten Quartal weniger.

Die japanische Notenbank hatte die Anleger an den fernöstlichen Aktienbörsen am Donnerstag zuvor verstimmt. Es herrsche Enttäuschung am Markt, dass die Währungshüter im Kampf gegen die Konjunkturflaute auf eine weitere Öffnung der Geldschleusen verzichteten, sagten Händler. In Tokio gab der Leitindex Nikkei daraufhin anfängliche Gewinne wieder ab. Er schloss 3,61 Prozent im Minus bei 16.666 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 3,16 Prozent auf 1340 Punkte.

Zu den größten Verlierern zählten Exportwerte. Die Aktien des Autobauers Toyota fielen um 3,27 Prozent. Die Papiere des Rivalen Nissan rutschten um 4,31 Prozent ab. Gegen den Trend legten Aktien von Mitsubishi Motor um mehr als sechs Prozent zu. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass die Verbrauchsdaten seiner Fahrzeuge in den USA korrekt gewesen seien. Der Markt nahm diese Nachricht positiv auf, nachdem die Aktien des Unternehmens wegen Unkorrektheiten bei Verbrauchsdaten drastisch eingebrochen waren.

Viele andere asiatische Börsen lagen ebenfalls im Minus. Die wichtigsten Indizes in Schanghai verloren knapp ein Prozent. In Hongkong herrschte indes Kaufstimmung. Der Hang-Seng-Index lag 0,33 Prozent im grünen Bereich. Auch die australische Börse legte zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag leicht im Plus.

Die Zinsentscheidung der japanischen Notenbank gab auch der Währung des Landes einen kräftigen Auftrieb. Ein Dollar verbilligte sich um bis zu 2,4 Prozent auf 108,81 Yen. Das ist der größte Kursrutsch seit etwa drei Monaten. „Es war unvermeidlich, dass der Yen die Kursverluste, die er wegen der Spekulationen um eine geldpolitische Lockerung gemacht hatte, wieder aufholt“, sagte Koji Fukaya, Chef des Vermögensverwalters FPG.

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