AfD-Parteitag: Polizei nimmt 400 Demonstranten in Gewahrsam

Der AfD-Bundesparteitag an der Stuttgarter Messe hat einen massiven Polizeieinsatz ausgelöst. Hunderte Störer versuchten, die Veranstaltung zu blockieren - und werden festgesetzt.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

Vor dem Beginn des AfD-Parteitags ist es am Samstag in Stuttgart zu gewaltsamen Protesten gekommen. Am frühen Morgen versuchten Demonstranten, die Zufahrt zum Messegelände sowie zum nahegelegenen Flughafen zu blockieren, wie ein Sprecher der zuständigen Polizei Reutlingen sagte. Dabei seien Reifen in Brand gesetzt sowie Feuerwerkskörper auf Polizisten und Journalisten geworfen worden.

Bis 7.30 Uhr wurden demnach bereits rund 400 Menschen wegen gewalttätiger Aktionen in Gewahrsam genommen. Später kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und anreisenden Parteimitgliedern. Nach Angaben einer Korrespondentin der Nachrichtenagentur AFP skandierten Linksautonome Parolen wie „Nazis raus“ und „Wirr ist das Volk“.

Zu dem zweitägigen Bundesparteitag werden rund 2400 Mitglieder der AfD erwartet. Die Polizei ist mit mehr als tausend Einsatzkräften vor Ort.

Die AfD ist inzwischen in acht Landtagen vertreten und will im Herbst 2017 in den Bundestag einziehen. Drei Jahre nach ihrer Gründung will die Partei ihr erstes Grundsatzprogramm beschließen. Ein vom Bundesvorstand um Parteichefin Frauke Petry getragener Entwurf zielt unter anderem auf die Ausgrenzung des Islam, die Stärkung der traditionellen Familie und den Euro-Austritt.

*** Bestellen Sie den täglichen Newsletter der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Die wichtigsten aktuellen News und die exklusiven Stories bereits am frühen Morgen. Verschaffen Sie sich einen Informations-Vorsprung. Anmeldung zum Gratis-Newsletter hier. ***

media-fastclick media-fastclick