Rohstoffkrise: Shell fährt Investitionen zurück

Die niedrigen Ölpreise haben beim Rohstoffriesen Royal Dutch Shell zu einem erneuten Gewinnrückgang geführt. Im ersten Quartal 2016 hat sich dieser mehr als halbiert. Das Unternehmen will seine Investitionspläne für dieses Jahr nun um zehn Prozent kürzen.

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Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell verschärft nach einem erneuten Gewinneinbruch den Sparkurs. Um die Folgen des Ölpreisverfalls aufzufangen, würden die Investitionspläne in diesem Jahr um zehn Prozent auf 30 Milliarden Dollar gekürzt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Einschließlich der Investitionsvorhaben des übernommenen Rivalen BG sei dies sogar eine Kürzung von rund 36 Prozent. Der Gewinn sackte im ersten Quartal um 58 Prozent auf 1,55 Milliarden Dollar ab. Damit fiel das Ergebnis aber immer noch besser aus als von Analysten erwartet.

Shell leidet Reuters zufolge wie die gesamte Branche unter dem stark gesunkenen Ölpreis. 2015 verkaufte der Konzern Geschäftsteile im Wert von 5,5 Milliarden Dollar. Die Investitionen wurden kräftig zurückgefahren, Tausende Stellen gestrichen. Das Management hatte zuletzt eine Reihe von milliardenschweren Projekten kassiert, darunter die umstrittene Ölsuche vor der Küste Alaskas. Zugleich übernahm Shell im Februar den britischen Gaskonzern BG für rund 50 Milliarden. Das Unternehmen will so zum global führenden Anbieter von Flüssiggas aufsteigen und den Rückstand zum Öl-Weltmarktführer Exxon Mobil verringern.

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