Alibaba expandiert in den Schwellenländern

Obschon das Kerngeschäft überraschend kräftig wuchs, hat der größte chinesische Online-Händler Alibaba erstmals einen Gewinnrückgang erlitten. Der chinesische Amazon-Konkurrent muss wegen des abflauenden Geschäfts in der Heimat zunehmend im Ausland expandieren.

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Das Nettorergebnis vor Sonderposten fiel im abgelaufenen Quartal um 1,4 Prozent auf umgerechnet 1,02 Milliarden Euro, wie der Rivale von US-Weltmarktführer Amazon am Donnerstag mitteilte.

Hintergrund seien laut Reuters Kosten für die Expansion ins Ausland. Zudem belasteten vor allem hohe Investitionen in den Bezahldienst Alipay, der sich einen erbitterten Konkurrenzkampf mit dem Pendant von Alibabas heimischen Erzrivalen Tencent liefert, die Bilanz. Der Umsatz stieg dagegen dank eines florierenden Kerngeschäfts überraschend kräftig um 39 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Dies erfeute die Anleger: Die Aktie legte mehr als vier Prozent zu.

Alibaba macht neben der Konjunkturabkühlung in der Heimat auch zu schaffen, dass immer mehr Chinesen inzwischen online sind und deswegen das rasante Wachstum der vergangenen Jahre etwas abflaut. Daher schaut sich das Unternehmen nach Gelegenheiten im Ausland um. So kaufte Alibaba im vorigen Monat die Mehrheit am kleineren Konkurrenten Lazada, einer Gründung der deutschen Startup-Schmiede Rocket Internet. Rocket hatte Lazada 2011 als eine Art Amazon-Klon in Singapur gegründet. Das Startup ist zudem in den Schwellenländern Malaysia, Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam aktiv. Alibaba hatte 2014 beim größten Börsengang aller Zeiten rund 25 Milliarden Dollar eingenommen.

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