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Studie: Kaufprämie für Elektroautos beeinflusst ein Drittel der Deutschen

Die Deutschen sind dem Thema Elektromobilität gegenüber sehr aufgeschlossen. Prinzipiell würden mehr als die Hälfte ein E-Auto fahren. Hürden wie etwa hohe Anschaffungskosten bremsen jedoch die Euphorie. Die neue Kaufprämie könnte hier für einen realistischen Umschwung sorgen, wenn auch nicht bei allen Käufergruppen.

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Die neue Prämie für den Kauf eines Elektroautos könnte mehr als ein Drittel der Deutschen zum Kauf eines Elektroautos motivieren. Jeder Achte plant ohnehin den Umstieg auf Elektroantrieb – auch ohne staatlichen Zuschuss. Das ergibt eine repräsentative Umfrage der CreditPlus Bank AG.

Die Prämie in Höhe von 4.000 Euro für den Kauf eines Elektroautos, die die Bundesregierung schon ab Mai auszahlen will, dürfte also Wirkung zeigen. Wenn auch nicht bei allen Käufergruppen. 38 Prozent der Befragten bleiben trotz Prämie bei einem klaren Nein zum Elektroauto.

(Graphik: CreditPlus Bank AG)

(Graphik: CreditPlus Bank AG)

Dabei gibt es generell auch eine große Aufgeschlossenheit gegenüber der Elektromobilität in der Bevölkerung: Mehr als die Hälfte der Deutschen wäre prinzipiell bereit, ein Elektroauto zu fahren, zeigt die Studie „Autotrends 2016“ der CreditPlus Bank AG. Der Schritt zum Umstieg auf Batteriebetrieb wird nun erleichtert. „Durch den staatlich geförderten Zuschuss werden Elektroautos für breite Käuferschichten erschwinglich“, sagt Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank AG.

Die größte Hürde für den Umstieg sind aus Sicht der Interessenten die Mehrkosten der strombetriebenen Fahrzeuge: Jeder fünfte Deutsche würde ein Elektroauto einem herkömmlichen vorziehen, wenn es nicht mehr kostet. Größter Minuspunkt für die Elektroauto-Skeptiker ist die mangelnde Reichweite der Batterie. Diesen Schwachpunkt nennen 28 Prozent der Befragten als K.-o.-Kriterium bei ihrer Kaufentscheidung.

An der bevölkerungsrepräsentativen Online-Studie „Autotrends 2016“ haben sich 1.020 Deutsche ab 18 Jahren beteiligt. Die Befragung wurde im April 2016 durch das Marktforschungsunternehmen Toluna durchgeführt.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt unterdessen die GfK-Marktforschung. Jeder siebte Verbraucher in Deutschland spiele demnach zwar mit dem Gedanken, sich einen batteriebetriebenen Wagen zuzulegen. Für mehr als die Hälfte der Interessenten sind Kaufprämien und steuerliche Vergünstigungen jedoch kein Grund für die Wahl eines Elektroautos. Entscheidend seien hingegen Umweltaspekte und geringere Unterhaltskosten im Vergleich zu Wagen mit Benzin- oder Dieselmotoren.

Zwei Drittel der Befragten empfinden Reuters zufolge die hohen Anschaffungskosten von Elektroautos als wesentliche Hürde. Daran ändere eine Kaufprämie wenig. Denn gegen eine höhere Akzeptanz von Elektroautos sprächen die geringe Reichweite und lange Batterieladezeiten. Eine wichtige Rolle bei der Anschaffung spiele die Infrastruktur, wenn es um die Wahl des Antriebs gehe. Rund die Hälfte der Verbraucher sei der Auffassung, dass das Netz an Ladestationen noch unzureichend sei. Die Ergebnisse des GfK Global Green Index, basieren auf einer Befragung von Anfang April.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Laden zu Hause die Grundvoraussetzung für eine weitere Verbreitung der Elektromobilität ist“, so Philipp Schmidt, Energie- und Umweltexperte bei GfK über die Stimmung der Verbraucher. „Ergänzend ist es aber wichtig, ein möglichst breites Netz auch für kurze Ladezeiten zur Verfügung zu stellen.“

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