Sony baut Geschäft mit Künstlicher Intelligenz aus

Sony baut sein Geschäft mit Künstlicher Intelligenz (KI) aus und will die Technologie langfristig zu einer größeren Einnahmequelle machen. Als Teil dieser Strategie hat der japanische Elektronik-Konzern jüngst in das kalifornische KI-Startup-Unternehmen Cogitai investiert.

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Eine Summe nannte der Chef von Sony Computer Science Laboratories, Hiroaki Kitano, nicht. Bereits kommendes Jahr könne jedoch aus der Investition ein erstes Produkt hervorgehen. „Wir prüfen verschiedene Optionen, darunter einen Roboter“, zitiert Reuters Kitano.

Sony gehörte zu den KI-Pionieren. Im Jahr 1999 stellten die Japaner den Roboter-Hund Aibo vor, 2003 dann den menschenähnlichen Roboter Qrio. Allerdings wurde die weitere Forschung durch Probleme im Kerngeschäft mit Konsumelektronik ausgebremst. Die letzten Aibos und Qrios wurden 2006 hergestellt. In jüngster Zeit haben US-Technologiekonzerne wie Facebook, Apple und Google dagegen große Summen in die KI gesteckt.

So eröffnete etwa Facebook im Sommer 2015 ein Zentrum für Künstliche Intelligenz in Paris. Google kaufte bereits 2014 die Firma DeepMind Technologies, die sich mit der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Und auch IBM ist am Ball. Das Unternehmen will mit seiner Technologie für künstliche Intelligenz Branchen außerhalb der Tech-Industrie erobern. Der IT-Dienstleister arbeitet dazu etwa mit der Hotelkette Hilton zusammen an einem Concierge-Roboter für Hotel-Lobbys. Maschinen mit IBM-Watson-Software begrüßen und informieren auch in japanischen Banken bereits die Kunden.

„Objektiv gesehen sind wir ins Hintertreffen geraten“, räumte Kitano ein. Allerdings gebe es noch unerforschte Bereiche, einige im virtuellen Raum, aber sehr viel mehr in der realen Welt. Dies komme Sony entgegen, sagte er. „Wir stellen Hardware her. Das ist unsere Stärke.“

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