Manchester United: Van Gaal-Rauswurf vergrault Aktionäre

Der Trainerwechsel beim englischen Traditions-Fußballclub Manchester United kommt bei Aktionären nicht gut an. Van Gaals Rauswurf löste teils empfindliche Kursrutsche aus. Die Aktien verloren bereits seit Beginn der Van Gaal-Ära deutlich an Wert.

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Die an der Wall Street notierten Papiere rauschten vorbörslich um fast 16 Prozent in den Keller. Die an der Frankfurter Börse gehandelten Aktien von Manchester United, die allerdings deutlich weniger gehandelt werden, sackten um 2,5 Prozent ab, so Reuters.

Medienberichten zufolge setzte der englische Rekordmeister seinen Trainer Louis van Gaal vor die Tür, obwohl der Verein erst vergangenes Wochenende den viel beachteten FA Cup gewonnen hatte. Als Fünfter der Premier League verpasste der Club, für den der deutsche Nationalspieler Bastian Schweinsteiger spielt, allerdings die Qualifikation für die Champions League. Der Vertrag des Niederländers läuft eigentlich noch ein weiteres Jahr.

Nachfolger von van Gaal soll den Berichten zufolge der frühere Chelsea-Trainer Jose Mourinho werden. Der 53-jährige Portugiese hat die Champions League bereits mit Porto und Inter Mailand gewonnen und andere Spitzenclubs in Europa trainiert.

Wie das Portal abseits.at berichtet, verliere Manchester United bereits seit Beginn der Ära van Gaal stetig an Wert. Anfang Mai betrug der Wertverlust in der aktuellen Saison mehr als eine halbe Milliarde Euro.

Sky Sports zufolge, lag der Wert einer Aktie von Manchester United Ende April bei 13,83 US-Dollar (12,23 Euro). „Damit war dieser rund 25% niedriger als noch zu Beginn der Saison 2015/2016 als der Preis bei 18,37 US-Dollar lag (16,24 Euro)“, so das österreichische Blatt.

Summiert ergebe dies für die vergangenen etwa acht Monate einen Verlust von 412 Millionen Pfund, was 517 Millionen Euro entspreche und erreiche ein absolutes Rekordtief. „Sie wurde 2012 für 14 US-Dollar (12,37 Euro) ausgegeben. Während der Amtszeit von Trainer Louis van Gaal verzeichnete der Börsenwert des Vereins ein Minus von etwa 650 Millionen Pfund (816 Millionen Euro).“

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