Dax liegt nach positiven Vorgaben aus Asien im Plus

Der deutsche Leitindex ist mit deutlichen Zugewinnen von rund einem Prozent in den Handelstag gestartet. Der Fokus liegt einmal mehr auf den Titeln des Chemiekonzerns Bayer. Die Vorgaben aus Asien waren ebenfalls positiv.

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Die Aktien von Bayer in der Monatssicht. (Grafik: ariva.de)

Die Aktien von Bayer in der Monats-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Im Vorfeld der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklima-Index haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder investiert. Im frühen Handel stieg der Dax am Mittwoch um 0,8 Prozent auf 10.140 Punkte. „Das Überspringen der 10.000er Marke gestern war für viele ein klares Kaufsignal“, sagte ein Händler. Wie stabil der Trend sei, bleibe aber abzuwarten. Am Dienstag hatte der Dax erstmals seit drei Wochen wieder über der psychologisch und technisch wichtigen Marke geschlossen. Im Rampenlicht am Mittwoch steht der Ifo-Index, der um 10.00 Uhr veröffentlicht wird. Analysten rechnen im Schnitt mit einem leichten Anstieg.

Im Dax zählten Bayer mit einem Plus von zwei Prozent zu den Gewinnern. Die Leverkusener hatten am späten Dienstagabend erklärt, sie wollten mit Monsanto konstruktiv über die Übernahme verhandeln. Monsanto hält die Offerte dagegen für zu niedrig. „Einige Anleger hoffen noch, dass Bayer die kostspielige Übernahme sausen lässt“, sagte ein Händler. Andere fürchteten, der Chemie- und Pharmakonzern lege noch ein paar Dollar für den US-Saatgutriesen drauf. Bayer hat 122 Dollar je Aktie in Bar geboten. Eine Analystenempfehlung drückte die Aktien der Deutschen Post um 0,8 Prozent und damit an das Dax-Ende.

Die Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch trotz der Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung in den USA wieder an Fahrt aufgenommen. Nach einer Reihe positiver US-Konjunkturdaten schwand die Sorge, dass die Wirtschaft bei einer Anhebung der Kreditkosten in die Knie gehen könnte. Mehrere führende Zentralbanker hatten zuletzt eine Zinserhöhung in der weltgrößten Volkswirtschaft signalisiert. Höhere Zinsen kommen dem Finanzsektor zugute. Zugleich gelten sie als Risiko für die Konjunktur in Schwellenländern.

In Tokio stieg der Nikkei -Index um 1,57 Prozent auf 16.757 Punkte. Der schwächere Yen stütze die Kurse, sagten Händler. Nach starken Daten vom US-Eigenheim-Markt hatte der Dollar zuvor zugelegt. Den Börsianern zufolge gibt es bei den Investoren zudem eine gestiegene Risiko-Bereitschaft, da die Zahl der Befürworter eines britischen Verbleibs in der Europäischen Union wachse.

Die höchsten Gewinne verbuchte der Markt in Hongkong mit einem Zuwachs von mehr als zwei Prozent. Insbesondere Finanz- und Energiewerte legten zu. Dagegen notierte die Börse in Schanghai wenig verändert. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 1,9 Prozent fester.

In Tokio stachen unter den Einzelwerten Sony -Aktien heraus, die mehr als sechs Prozent gewannen. Der Elektronik-Konzern sagte angesichts der schweren Erdbeben im April zwar einen Gewinneinbruch voraus. Anlegern zufolge hat das Unternehmen aber grundsätzlich gute Wachtumsaussichten. Exportorientierte Firmen wie Toyota und Honda profitierten von einem schwächeren Yen.

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