Hewlett Packard wirft Dienstleistungssparte ab

Wenige Monate nach der Aufspaltung des einstigen Drucker- und PC-Riesen Hewlett Packard wirft das neue Hauptunternehmen weiteren Ballast ab. Der auf die zukunftsträchtigeren Geschäfte mit Servern und Datenspeichern im Internet spezialisierte IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise (HPE) verabschiedet sich von seiner schwächelnden Dienstleistungsparte. Künftig will man sich mehr auf das Cloud-Geschäft konzentrieren.

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Die Dienstleistungsparte soll mit dem Rivalen Computer Sciences (CSC) fusionieren, wie HPE in der Nacht zu Mittwoch mitteilte. HPE-Chefin Meg Whitman treibt so den Konzernumbau weiter voran, damit sich ihr Unternehmen noch mehr auf das besonders wachstumsstarke Cloud-Geschäft konzentrieren kann. Dabei werden Computer-Programme und Daten ins Internet verlagert, so Reuters

Die HP-Keimzelle der Hardware-Produktion wurde bereits 2015 als HP Inc abgespalten. Mit der Trennung von einer weiteren Sparte unterstreicht Whitman ihr Ziel, bei HPE vor allem das Cloud-Geschäft voranzutreiben. Mit Microsoft, IBM und Oracle haben weitere etablierte Technologie-Unternehmen einen ähnlichen Weg eingeschlagen und stecken viel Kraft in die Neuausrichtung. Auch der Online-Händler Amazon sowie der deutsche Software-Konzern SAP setzen auf Clouds.

Von der Fusion verspricht sich Whitman Synergien von mindestens einer Milliarde Dollar pro Jahr. Sie zieht in das Direktorium des neuen Konzerns ein, das je zu Hälfte mit Vertretern von HPE und CSC besetzt sein wird. CSC-Chef Mike Lawrie soll den Vorstand leiten. Den HPE-Aktionären wird die Hälfte der Anteile am künftigen Unternehmen in Aussicht gestellt. HPE kündige zudem an, Anteilscheine im Volumen von drei Milliarden Dollar zurückzukaufen.

Bei den Eignern kamen die Pläne gut an: HPE-Papiere legten im außerbörslichen US-Handel um elf Prozent zu, CSC-Aktien stiegen sogar um 20 Prozent.

Zum Geschäftsverlauf für das zweite Quartal (per Ende April) erklärte HPE, der Umsatz sei um 1,3 Prozent auf 12,7 Milliarden Dollar gewachsen. Analysten hatten etwas weniger erwartet. Auf Basis konstanter Wechselkurse hätte der Zuwachs fünf Prozent betragen. Der Nettogewinn stieg um fünf Prozent auf 320 Millionen Dollar.

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