Airbag-Hersteller Takata: US-Investor will Kontrolle übernehmen

Der US-Finanzinvestor KKR will offenbar dem angeschlagenen japanischen Autozulieferer Takata beispringen. Der Fonds wolle 60 Prozent der Anteile kaufen, heißt es. Die Aktien schnellten um mehr als ein Fünftel in die Höhe.

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Ein Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ hat den Kurs des schwer angeschlagenen Airbag-Herstellers Takata in die Höhe schießen lassen. „Nikkei“ berichtete am Donnerstag, der US-Investmentfonds KKR könnte eine Mehrheit an Takata übernehmen. KKR habe angeboten, der Gründerfamilie Aktien abzukaufen, die rund 60 Prozent der Anteile besitzt, und die Führung der Geschäfte zu übernehmen.

Der Kurs der Takata-Aktie an der Börse in Tokio schoss um 21 Prozent nach oben, berichtet die AFP. „Nikkei“ schrieb allerdings ohne Angaben von Quellen, dass nicht nur die Gründerfamilie, sondern vor allem die Kunden von Takata die Übernahme der Kontrolle durch KKR billigen müssten. Die Verhandlungen könnten lange dauern.

Takata beliefert Autohersteller weltweit mit Airbags – und hat ihnen eine beispiellose Rückrufwelle eingebrockt. Die Luftkissen können platzen und lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Weltweit werden darauf 13 Todesfälle zurückgeführt. Bislang mussten die Hersteller rund um den Globus rund 50 Millionen Autos deswegen in die Werkstätten rufen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA wirft Takata vor, unzureichend und fehlerhaft über den Defekt informiert zu haben. Sie hatte dem Unternehmen deshalb im November eine Rekordstrafe von bis zu 200 Millionen Dollar (182 Millionen Euro) aufgebrummt. 70 Millionen Dollar muss das Unternehmen wegen mangelnder Aufklärung des gefährlichen Konstruktionsfehlers bei Airbags zahlen, weitere 130 Millionen Dollar werden fällig, sollte Takata die Auflagen der NHTSA nicht erfüllen.

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