Computer-Hersteller Lenovo rutscht in die Verlust-Zone

Das Smartphone-Geschäft entpuppt sich für den weltgrößten Computerhersteller Lenovo als Bremse. Die Chinesen rutschten deswegen das erste Mal seit sechs Jahren in die Verlustzone. Im Geschäftsjahr bis Ende März lag das Minus bei 128 Millionen Dollar, nach einem Gewinn von 829 Millionen Dollar vor Jahresfrist.

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Dabei spielten die hohen Kosten für die Milliarden-Übernahme der Motorola-Handysparte 2014 eine Rolle, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zudem sei mehr Geld für Restrukturierungen ausgegeben worden. Lenovo will sich unabhängiger machen vom schwächelnden PC-Geschäft und setzt dazu auf Smartphones und Server.

Doch das Geschäft entwickelt sich nicht so gut wie erhofft, so Reuters. Der Smartphone-Markt wird von Apples iPhone und dem Samsung -Galaxy dominiert und ist zuletzt ins Stocken geraten. Lenovo hat bereits den Abbau Tausender Stellen angekündigt, um die entsprechende Sparte auf Vordermann zu bringen. Experten bezweifeln jedoch, dass Einsparungen ausreichen, um den unerwartet niedrigen Absatz auszugleichen.

Rückgänge gab es auch in der weitaus größeren Computer-Sparte. Nach Berechnungen der Marktforscher von Gartner verkaufte Lenovo von Januar bis März sieben Prozent weniger PCs, in der gesamten Branche lag das Minus jedoch mit 9,6 Prozent noch höher. Auch der US-Rivale HP erwirtschaftete wegen der schwächeren Nachfrage nach Computern weniger Umsatz und Gewinn.

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