Axa trennt sich von britischem Lebensversicherungsgeschäft

Der französische Versicherer Axa verkauft weitere Teile seines Großbritannien-Geschäfts. Sein britisches Lebensversicherungsgeschäft soll an die Phoenix-Gruppe verkauft werden. Gemeinsam mit weiteren Verkäufen soll so der Nettoverlust des Unternehmens reduziert werden.

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Der französische Versicherer Axa stößt sein britisches Lebensversicherungsgeschäft ab. Der Bereich UK Life & Savings werde an die Phoenix-Gruppe verkauft, teilte Axa am Freitag mit. Der britische Finanzkonzern gilt als Spezialist für die Abwicklung von Lebensversicherungsbeständen.

Zuvor hatte sich Europas zweitgrößter Versicherer bereits von seinem auf der Isle of Man ansässigen Anleihegeschäft und der Plattform Elevate getrennt, so Reuters. Die drei Verkäufe sollen insgesamt 832 Millionen Euro einbringen. Der Allianz-Rivale rechnet dennoch mit einem Nettoverlust von 400 Millionen Euro durch diese Verkäufe, die in der zweiten Jahreshälfte unter Dach und Fach gebracht werden sollen.

Das einst lukrative Leben-Geschäft steht doppelt unter Druck. Die niedrigen Zinsen machen es den Versicherern schwer, die zugesagte Verzinsung zu erwirtschaften. Die verschärfte Regulierung zwingt sie dazu, für langfristige Garantien mehr Kapital zurückzulegen.

Angekündigt wurde kürzlich auch die Trennung vom Tabakgeschäft. Aktien und Anleihen entsprechender Firmen werden aus dem Portfolio geworfen. Das Unternehmen begründete seinen Schritt mit ethischen Bedenken.

Insgesamt gehe es um Aktien im Wert von rund 200 Millionen Euro und Anleihen von rund 1,6 Milliarden Euro, teilte der neue Axa-Chef Thomas Buberl am Montag mit. Der Versicherer wolle mit diesem Schritt die Regierungen in ihren Anstrengungen unterstützen, den Tabakkonsum zu reduzieren.

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