Bulgarien schickt Flüchtlinge zurück nach Griechenland

Der Flüchtlingsplan von Bundeskanzlerin Merkel gerät im Osten Europas unter Druck. Bulgarien hat Migranten aus Afghanistan nach Griechenland zurückgeschickt. Es ist unklar, wie Griechenland auf die neue Entwicklung reagieren wird.

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Bulgarien schickt 53 Flüchtlinge zurück nach Griechenland. Dort seien die aus Afghanistan stammenden Migranten registriert und würden deshalb auch wieder in das Land zurückgeschickt, sagte ein hochrangiger Vertreter des Innenministeriums am Samstag. „Damit soll an alle ein Signal gesendet werden, die diesen Weg wählen.“ Die Flüchtlinge seien mit einem Güterzug in das Land eingereist und verhaftet worden. Weitere 34 illegale Flüchtlinge seien am Freitagabend festgesetzt worden.

Seitdem die Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland dichtgemacht wurde, steigt in Bulgarien die Furcht, dass die Flüchtlinge über Bulgarien ihren Weg nach Westeuropa suchen könnten. Das Innenministerium entsandte zudem Soldaten zur Unterstützung des Grenzschutzes.

Immer mehr Staaten entlang der Balkanroute haben seit Jahresanfang ihre Grenzen geschlossen. Griechenland war bislang für Millionen Flüchtlinge der Haupteintrittspunkt nach Europa. Mit dem EU-Türkei-Abkommen haben die Ankünfte zwar abgenommen. Zehntausende Flüchtlinge befinden sich aber weiter auf griechischem Boden.

 

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