Air France-KLM erwägt Teilverkauf des Catering-Geschäfts an Chinesen

Die Einkaufstour der Chinesen geht weiter. Nun teilt Air France-KLM exklusive Verhandlungen mit dem Luftfracht-Experten HNA mit. Es geht um den Verkauf eines Teils ihrer Catering-Sparte Servair.

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Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM denkt über den Verkauf eines Teils ihrer Catering-Sparte Servair nach China nach. Air France führe derzeit exklusive Verhandlungen mit dem asiatischen Mischkonzern HNA, teilte die Airline am Montagabend mit.

Bei den Gesprächen gehe es laut Reuters um einen Anteil von 49,99 Prozent und die operative Kontrolle bei Servair. Den Gesamtwert der Sparte bezifferte Air France auf 475 Millionen Euro. HNA hatte erst im April angekündigt, die Schweizer Bordverpflegungsfirma Gategroup für umgerechnet 1,3 Milliarden Euro kaufen zu wollen.

In Deutschland hatten chinesische Firmen vor kurzem am Roboterbauer Kuka sowie am Chipanlagenbauer Aixtron Interesse angemeldet. Nach einem Magazin-Bericht haben sie auch den Grafitspezialisten SGL Carbon im Visier.

Im vergangenen Jahr hatten chinesische Firmen für mehr als 100 Milliarden Dollar im Ausland zugekauft. Das war so viel wie nie zuvor. Firmen-Käufer aus China stoßen jedoch bei ihrer Einkaufstour im Ausland zunehmend auf Argwohn. In den USA müssen sie sich nach dem Scheitern mehrerer Übernahmevorhaben immer öfter skeptische Fragen zu ihrer Finanzlage gefallen lassen.

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