Dax startet schwächer nach negativen Vorgaben aus Asien

Der deutsche Leitindex Dax ist mit leichten Verlusten in den Handelstag gestartet. Der Aktienhandel in Asien und Amerika endete zuvor weitgehend im negativen Bereich. Verschiedene Faktoren wie die Geldpolitik der Fed und der EZB sowie wieder nachlassende Ölpreise beeinflussen derzeit die Kaufentscheidungen der Anleger.

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Der Dax in der 3-Jahres-Sicht- (Grafik: ariva.de)

Der Dax in der 3-Jahres-Sicht. (Grafik: ariva.de)

Am Tag vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) werden sich europäische Aktienanleger Beobachtern zufolge wahrscheinlich eher bedeckt halten. Der Dax startete mit leichten Verlusten in den Handelstag. Am Dienstag hatte der Leitindex mit 10.262,74 Punkten 0,7 Prozent schwächer geschlossen und damit eine fünftägige Gewinnserie beendet. Für den Monat Mai blieb aber ein Plus von rund zwei Prozent.

Ihre Aufmerksamkeit richten Investoren am Mittwoch unter anderem auf die Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus Europa und den USA. Von Ersteren erhoffen sie sich Hinweise auf mögliche weitere Geldspritzen der EZB und von Letzteren Rückschlüsse auf den Zeitpunkt der geplanten Fed-Zinserhöhung. Die US-Notenbank veröffentlicht zudem am Abend (MESZ) ihren Konjunkturbericht, das sogenannte Beige Book. An der Wall Street hatten sich die US-Indizes am Dienstag nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,5 Prozent tiefer und der Nasdaq 0,3 Prozent höher. Der S&P 500 verlor 0,1 Prozent.

Gewinnmitnahmen und wieder nachgebende Ölpreise haben am Mittwoch die Aktienmärkte in Fernost ausgebremst. Zudem drückten negative Vorgaben aus den USA auf die Stimmung. Kräftig ins Minus rutschte in Tokio der Nikkei -Index, der 1,6 Prozent auf 16.955 Punkte nachgab. Der Markt habe die erwartete Verschiebung der Mehrwertsteuererhöhung bereits eingepreist, sagten Analysten. Ein stärkerer Yen habe Anleger nun veranlasst, Gewinne mitzunehmen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte kaum verändert.

Nach der Rally am Vortag reagierten die chinesischen Börsen kaum auf die neuen Konjunkturdaten. Chinas Industrie legte im Mai zwar den dritten Monat in Folge zu, wie der aus dem offiziellen Einkaufsmanagerindex hervorgeht. Angesichts des niedrigen Niveaus schürten die Daten dennoch Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft nach den USA. „Die Wirtschaft ist immer noch schwach und die Fed wird wahrscheinlich bald die Zinsen erhöhen. Die beste Strategie ist jetzt, Gewinne mitzunehmen“, sagte Analyst David Dai vom Vermögensverwalter Nanhai Fund Management. Der Shanghai Composite legte 0,1 Prozent auf 2918 Zähler zu.

Der Ölpreis zog sich von dem in der vergangenen Woche erreichten Acht-Monats-Hoch wieder zurück. Hintergrund waren Spekulationen, dass auf einem Treffen der Opec am Donnerstag möglicherweise doch nicht der Weg für ein Einfrieren der Produktion geebnet werden könnte.

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