Ölpreise nach Nein zu Fördergrenzen unter Druck

Die Opec-Staaten haben sich in Wien nicht auf eine Begrenzung der Fördermenge einigen können. Saudi-Arabien hielt sich bedeckt, der Iran will nur bei einer Quotenregelung mitmachen. Der Ölpreis reagierte prompt.

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Die Aussicht auf eine weitere Ölschwemme hat die Preise für den Rohstoff am Donnerstag belastet. Das richtungsweisende Nordseeöl der Sorte Brent baute seine Verluste aus und verlor bis zu 1,8 Prozent auf 48,84 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI verbilligte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 47,97 Dollar. Die Mitgliedsstaaten der Opec haben sich bei ihrem Treffen in Wien nicht auf Obergrenzen für die Ölförderung einigen können, wie ein Delegierter zu Reuters sagte.

Spekulationen auf eine Drosselung hatten die Ölpreise am Mittwoch noch angetrieben. Bis Dezember vorigen Jahres war die Produktion auf 30 Millionen Fässer am Tag begrenzt. Derzeit fördern die Kartellmitglieder 32,5 Millionen Barrel täglich. Vor allem der Iran ist entschlossen, seine Ölexporte anzukurbeln, um das Niveau zu erreichen, das das Land vor den Sanktionen im Zuge des jahrelangen Atomstreits hatte. Saudi-Arabien betonte bei dem Opec-Treffen, die Märkte nicht mit Öl zu fluten. „Wir werden mit Bedacht weiter fördern und versprechen, den Markt nicht zu überfordern“, erklärte Saudi Arabiens neuer Energieminister Khalid al-Falih.

Der Iran machte sich für länderspezifische Fördergrenzen stark. „Ohne Länderquoten kann die Opec nichts kontrollieren“, sagte der Ölminister des Landes, Bijan Zanganeh. Der Iran bestehe auf seiner in der Vergangenheit erreichten Quote von 14,5 Prozent der gesamten Opec-Ölförderung.

Die Ölpreise haben sich in den vergangenen Wochen deutlich erholt. Im Januar hatte der Preis für ein Barrel Rohöl mit 27 Dollar den tiefsten Stand seit zwölf Jahren erreicht.

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