Banco Popolare muss Aktien bei Kapitalerhöhung mit 45 Prozent Abschlag verkaufen

Das italienische Geldhaus Banco Popolare hat bei der geplanten milliardenschweren Kapitalerhöhung die neuen Aktien zu einem kräftigen Abschlag anbieten müssen. Der Nachlass habe 49 Prozent verglichen mit dem gegenwärtigen Aktienkurs betragen. Wegen der vielen faulen Kredite machen internationale Investoren einen großen Bogen um italienische Banken.

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Die 465,6 Millionen Anteilsscheine wurden laut Reuters zu 2,14 Euro pro Stück platziert. Am Donnerstag gingen die Scheine mit 4,17 Euro aus dem Handel. Banco Popolare will sich mit Banca Popolare di Milano (BPM) zum drittgrößten Kreditinstitut Italiens zusammenschließen. Im Rahmen der Transaktion soll Banco Popolare auf Anordnung der Europäischen Zentralbank (EZB) das Kapital um eine Milliarde Euro erhöhen.

Die Bankenlandschaft Italiens ist stark zersplittert. Zusammenschlüsse gelten als wichtiges Instrument, um die schwächelnden Institute auf eine gesunde Basis zu stellen. Die Verhandlungen zwischen Banco Popolare und BPM ziehen sich seit Monaten hin. Stolperstein ist Insidern zufolge der Umgang mit faulen Krediten. Die EZB-Bankenwächter forderten einen rascheren Abbau. Dies würde aber hohe Verluste nach sich ziehen und die Kapitalbasis der Institute angreifen.

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