Wie die Syriza: Podemos setzt in Spanien zur Aufholjagd an

In Spanien hat die Vereinigte Linke von Podemos erstmals die klassischen Sozialisten überholt. Die stärkste Partei wären einer aktuellen Umfrage zufolge die Konservativen. Doch mit Podemos als stärkster Linkspartei könnte die Partei von Mariano Rajoy die Macht verlieren.

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Stärkste Kraft würde laut den Zeitungen El País, El Mundo und El Españo bei der Wahl erneut die Volkspartei (PP) des amtierenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy mit zwischen 27,7 und 31 Prozent, berichtet die AFP. Auf Platz zwei folgt demnach die Allianz Unidos Podemos mit zwischen 23,7 und 25,6 Prozent. Die oppositionelle PSOE, für die bei der Parlamentswahl im vergangenen Dezember 22 Prozent stimmten (gegenüber 20,7 Prozent für Podemos), fiele mit zwischen 20,2 und 21,6 Prozent vom zweiten auf den dritten Rang. Den vierten Platz belegt die liberale Partei Ciudadanos (Bürger) mit zwischen 14 und 16,6 Prozent.

Das linkssozialistische Parteienbündnis IU wurde 1986 gegründet, Podemos ging 2014 unter anderem aus der Bewegung der Indignados (Die Empörten) von 2011 hervor, als vor allem junge Menschen in Spanien aus Protest gegen die Einschnitte bei Sozialprogrammen Plätze besetzten und Zeltstädte errichteten.

Beide Gruppierungen gingen Anfang Mai im Hinblick auf die Parlamentswahl im
Juni ein Bündnis ein.

Bei der Parlamentswahl am 20. Dezember war Rajoys Volkspartei mit 28,7 Prozent der Stimmen zwar wieder stärkste Kraft geworden. Sie verlor jedoch klar die absolute Mehrheit. Alle Versuche zur Bildung einer tragfähigen Koalition scheiterten. Daher wurden Neuwahlen angesetzt.

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