Airbus und Boeing bekommen Konkurrenz aus Russland

Russland will mit einem neuen Mittelstreckenflieger seine zivile Luftfahrtbranche wiederbeleben und den Flugzeugbauern Airbus und Boeing Konkurrenz machen. Der Nachfolger der Tupolew Tu-204 soll ab Ende 2018 ausgeliefert werden.

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Der Prototyp des MC-21 vom Hersteller Irkut wurde am Mittwoch in der sibirischen Stadt Irkutsk bei einer Zeremonie mit vielen Showeffekten vorgestellt. Das Flugzeug mit Platz für 150 bis 211 Passagiere soll Nachfolger für die zu Sowjetzeiten gebaute Tupolew Tu-204 werden und ab Ende 2018 ausgeliefert werden. Die ersten Testflüge sind für Ende 2016 oder Anfang 2017 geplant.

Regierungschef Dmitri Medwedew bezeichnete die Präsentation des Flugzeugs in der vom Fernsehen übertragenen Zeremonie als „lange erwartetes Ereignis für unsere zivile Luftfahrt, für den Flugzeugbau und unser gesamtes Land“. Dies zeige, dass Russland in der Lage sei, ein Flugzeug zu bauen, das die zivile Luftfahrt voranbringe und mit anderen Ländern in Konkurrenz stehen könne. Der Flieger werde der „Stolz der russischen zivilen Luftfahrt“.

Russland hatte zuletzt vor fünf Jahren den etwas kleineren Regionalflieger Superjet in Betrieb genommen und ebenfalls als große Hoffnung für die anstehende Zukunft gefeiert, so die AFP. Allerdings plagen den Superjet zahlreiche technische Probleme, der Hersteller Suchoi steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Im März 2012 prallte ein Superjet bei einem Demonstrationsflug in Indonesien gegen einen Vulkan. Alle 45 Insassen starben.

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