Druck auf die EU: Österreich wird bei Flüchtlingen unruhig

Österreich erhöht in der Flüchtlingskrise den Druck auf die EU. Das Land fordert die Einführung eines Migrations-Konzepts nach australischem Vorbild und die Einrichtung von Auffanglagern. Die EU-Außenbeauftragte Mogherini kann sich nach einem Treffen mit dem österreichischen Außenminister Kurz ein solches Lager im Niger vorstellen.

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Österreich erhöht in der Flüchtlingskrise den Druck auf die EU. Bei einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am Montag hat der österreichische Außenminister die Übernahme vom australischen Migrationsmodell gefordert. Diese sieht unter anderem vor, Boote auf dem Mittelmeer abzufangen, den Schleppern das Handwerk zu legen und in Seenot geratene Flüchtlinge in Auffanglagern unterzubringen, um dort über die Vergabe von Asylerlaubnissen zu bestimmen.

Der Kronen-Zeitung zufolge habe Mogherini die Dringlichkeit der Situation erkannt und Entgegenkommen signalisiert. Sie gab zu verstehen, dass das gegenwärtige System der Flüchtlingsaufnahme und -verteilung in Europa nicht funktioniere. Offen zeugte sie sich auch für die Einrichtung eines Auffanglagers in dem nordwestafrikanischen Staat Niger.

Österreichs Verteidigungsminister Doskozil wird am Freitag an einem Drei-Länder-Treffen mit Verteidigungs- und Innenministern aus Österreich, Ungarn und der Slowakei teilnehmen. Dabei soll die Unterstützung Ungarns bei der Überwachung der Schengen-Außengrenze koordiniert werden, schreibt die Kronen-Zeitung.

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