Russland bestellt Botschafter Frankreichs wegen Fan-Festnahmen ein

Russland hat den französischen Botschafter in den Kreml zitiert, um seinen Unmut über die Verhaftungen von russischen Fan und Hooligans auszudrücken. Das Thema könnte sich aber bald erledigen: Die russische Mannschaft steht nach einer unerwarteten Schlappe gegen die Slowakei vor dem Ausscheiden.

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Nach der Festnahme mehrerer russischer Fußballfans bei der EM in Frankreich ist der französische Botschafter in das Außenministerium in Moskau einbestellt worden. Dabei sei die „Diskriminierung“ russischer Anhänger zur Sprache gekommen, erklärte das Ministerium am Mittwoch. Das weitere Schüren anti-russischer Ressentiments könne die Beziehungen zwischen beiden Ländern beschädigen.

Vor der EM-Partie zwischen Russland und der Slowakei waren vier Russen am Spielort Lille in Nordfrankreich von der Polizei zu Befragungen in Gewahrsam genommen worden. Zwei von ihnen hatten sich eine Schlägerei mit britischen Hooligans geliefert. Nach vorangegangenen Fan-Krawallen in Marseille droht Russland ein Ausschluss vom Turnier, falls es erneut zu massiver Gewalt in Stadien oder an Spielorten kommen sollte.

Die russische Mannschaft leistete allerdings auf ihre Art zur Entspannung der Lage: Durch eine Niederlage droht dem Team die vorzeitige Abreise aus sportlichen Gründen. Russland unterlag der der Slowakei mit 1:2 (0:2). Mit zwei sehenswerten Toren sorgten Vladimir Weiss (32. Minute) und Marek Hamsik (45.) am Donnerstag in Lille für den verdienten ersten EM-Sieg der Slowaken. Denis Gluschakow (80.) schaffte nur noch den Anschlusstreffer für Russland.

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