Windkraftgeschäfte: Siemens und Gamesa können sich nicht einigen

Auch nach monatelanger Hängepartie können sich der Industriekonzern Siemens und der spanische Gamesa-Konzern offenbar noch nich einigen. Die Spaniern dementierten an diesem Mittwoch Berichte, wonach beide Partein kurz vor einem Durchbruch für ein gemeinsames Windkraftgeschäft stünden.

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Die Übernahme des spanischen Windanlagenbauers Gamesa durch Siemens zieht sich weiter hin. „Bis heute ist keine Entscheidung gefällt worden und es gibt keine Übereinkunft“, teilten die Spanier am Mittwoch mit. Die Verhandlungen über einen Zusammenschluss der Windkraftgeschäfte seien offen. Gamesa reagierte damit auf einen Bericht, wonach das Geschäft im Großen und Ganzen geklärt sei und eine Verkündung bevorstehe. Das Wall Street Journal (WSJ) hatte zuvor geschrieben, die wichtigsten Fragen seien geklärt.

Gamesa, in die Siemens sein Windanlagengeschäft einbringen will, soll an der Madrider Börse gelistet bleiben. Ihr Wert wird auf zehn Milliarden Euro veranschlagt. Die Münchner sollen 60 Prozent halten. Die Leitung soll dem WSJ zufolge bei Gamesa-Chef Ignacio Martin bleiben. Siemens lehnte eine Stellungnahme ab. Ein Konzernsprecher verwies auf vergangene Aussagen, wonach sein Haus Gespräche mit Gamesa führe.

Eine Einigung zieht sich seit Monaten hin. Insidern zufolge lag es an Bedenken der spanischen Regulierungsbehörden sowie zähen Verhandlungen mit der französischen Areva. Die Franzosen betreiben mit Gamesa ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Windkraftanlagen auf hoher See. Siemens selbst ist Europas größter Anbieter sogenannter Offshore-Anlagen und verhandelt mit den Franzosen seit langem über den Kaufpreis der Anteile an dem Gamesa-Joint-Venture. Die regulatorischen Hürden in Madrid sind Insidern zufolge mittlerweile überwunden.

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