Nach Orlando: Amerikaner sind nervös und kaufen Waffen

Nach dem Orlando-Massaker sind die Aktienkurse von Waffenherstellern sprunghaft gestiegen. Auslöser dieser Entwicklung sollen Panikkäufe sein. Die US-Amerikaner fürchten nach jeder Massenschießerei, dass härtere Waffengesetze kommen. Deshalb horten sie Waffen.

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Immer nach großen Gewaltverbrechen steigen die Aktienkurse in der Waffenindustrie, hier am Beispiel von Smithh & Wesson. (Grafik: ariva.de)

Immer nach großen Gewaltverbrechen steigen die Aktienkurse in der Waffenindustrie, hier am Beispiel von Smithh & Wesson. (Grafik: ariva.de)

Nach dem Massaker von Orlando sind die Aktien der US-Waffenhersteller Smith & Wesson um 6,9 Prozent die Aktien von Sturm, Ruger and Company um 8,5 Prozent gestiegen, berichtet euronews.

Die Aktie von Smith & Wesson hatte kurz vor dem Attentat einen Wert von 21,4 Dollar. Am 13. Juni erreichte die Aktie in der Spitze 23,4 Dollar und hielt sich bis zum 14. Juni auf einem hohen Niveau. Im Verlauf des 14. Juni verlor die Aktie erneut an Wert und ging bis zum Abend auf 21,70 Dollar zurück.

The Intercept berichtet, dass die US-Waffenindustrie Massenschießereien begrüßt, weil sie dadurch ihre Umsätze erhöhen können. „Nach jeder Massenschießerei gibt es eine Debatte über eine strengere Waffenkontrolle, was die National Rifle Association und andere Waffenbefürworter als einen Angriff auf den 2. Zusatzartikel zur Verfassung der USA einstufen und bekämpfen (…) Die Angst vor dem Verlust der Waffe führt zu Panikkäufen, was wiederum den Waffenhändlern und ihren Investoren Gewinne beschert“, so The Intercept.

 

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