Schwache Wirtschaft: Frankreich zieht Euro-Zone nach unten

Die Aussichten für die Wirtschaft der Euro-Zone haben sich weiter verschlechtert – Bestellungen in den Sektoren Industrie und Dienstleistungen sind im Juni erneut zurückgegangen. Sorgen bereitet Beobachtern insbesondere die Lage in Frankreich.

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Die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern in der Euro-Zone sind im Juni so schlecht gelaufen wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr. Der gemeinsame Einkaufsmanagerindex für die beiden großen Wirtschaftszweige fiel im Juni überraschend um 0,3 auf 52,8 Punkte, wie das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter Tausenden Unternehmen mitteilte. Experten hatten mit einem Wert von 53,0 Punkten gerechnet. Dennoch zeigt das Barometer ein Wachstum an, hielt es sich doch über der Marke von 50 Zählern.

Die Entwicklung des Einkaufsmanager-Index und der Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone. (Grafik: Markit, Eurostat)

Die Entwicklung des Einkaufsmanager-Index (PMI) und der Wirtschaftsleistung (GDP) in der Euro-Zone. (Grafik: Markit, Eurostat)

„Unsere Juni-Daten deuten auf ein kontinuierliches, wenngleich anhaltend gedämpftes Wachstum der Euro-Zone hin“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. „Anscheinend hat die zunehmende politische Unsicherheit die wirtschaftliche Entwicklung in Mitleidenschaft gezogen und dafür gesorgt, dass sich auch der Ausblick eingetrübt hat.“ Europa blickt seit Wochen mit großer Spannung auf das EU-Referendum in Großbritannien, dessen Ergebnis am Freitag vorliegen soll.

Während die deutsche Industrie überraschend zulegte, läuft es im benachbarten Frankreich schlechter. „Frankreich bleibt nicht nur ein Wackelkandidat, hier hat sich der Ausblick sogar nochmals verschlechtert“, sagte Williamson.

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