Schwedens größter Bank Nordea fehlen zehn Milliarden Dollar

Schwedens größter Bank Nordea fehlen angeblich rund 10 Milliarden Dollar, um die Kapitalbestimmungen der Finanzmarktaufsicht zu erfüllen. Dies geht aus Erkenntnissen der Aufsicht von Ende 2015 hervor, auf die sich die Zeitung Svenska Dagbladet beruft. Der Chef von Nordea bezeichnete die Spekulationen als substanzlos.

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Schwedens größte Bank Nordea hat Berichten zufolge zu wenig Kapital, um die Sicherheitsanforderungen der Finanzmarktaufsicht zu erfüllen. Wie die Tageszeitung Svenska Dagbladet berichtet, ging Nordea Ende des vergangenen Jahres zur Abschätzung des Kreditrisikos von unrealistisch niedrigen Ausfallrisiken für Kredite und Darlehen aus. Die Bank brauche deshalb zusätzliches Kapital bis zu 9,7 Milliarden Dollar, um die Kapitalanforderungen der Finanzmarktaufsicht zu erfüllen, wird ein Mitarbeiter der Aufsicht zitiert.

Der Präsident von Nordea lehnt die Ergebnisse der Nachforschungen ab: „Wir sind sehr zuversichtlich, die Kapitalanforderungen ohne zusätzliche Gelder erfüllen zu können. Ich betrachte den Artikel in der heutigen Ausgabe von Svenska Dagbladet als hochgradig spekulativ und substanzlos“, wird Casper von Koskull vom Finanzblog Zerohedge zitiert.

In einer offiziellen Stellungnahme des Geldinstitutes heißt es: „Wir haben eine der stärksten Bilanzen in Europa – diese Tatsache wird durch eines der besten Kreditratings von AA- reflektiert. Am 26. Mai 2016 veröffentlichte die schwedische Finanzmarktaufsicht die Kapitalanforderungen für Nordea, welche 15,6 Prozent des Common Equity Tier 1 betrugen. Zu jener Zeit lag Nordeas Common Equity Tier 1-Ratio bei 16,7 Prozent.“

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