Netzagentur mahnt Post wegen Dumpingpreisen bei Werbebriefen ab

Die Bundesnetzagentur wirft der Deutschen Post vor, in Teilen des Marktes für Werbebriefe Wettbewerber mit Dumping-Preisen verdrängen zu wollen. Der Bonner Konzern müsse entsprechende Praktiken bis Ende Juni abstellen, teilte die Regulierungsbehörde am Dienstag mit. Die Post will die Entscheidung einem Sprecher zufolge prüfen und dann über mögliche juristische Schritte entscheiden.

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Die Bundesnetzagentur hatte Kampfpreise der Post ins Visier genommen, die der Konzern Firmen anbietet, die Neukunden mit Werbebriefen für sich gewinnen wollen, so Reuters. Für dieses „Impulspost“ genannte Produkt wollte die Post je nach Gewicht Entgelte von 14 oder 24 Cent verlangen – der Bundesnetzagentur zufolge liegt dies zum Teil mehr als die Hälfte unter den Preisen für vergleichbare Werbebriefe.

„Gerade auf dem wettbewerbsschwachen Briefmarkt ist es nicht zu rechtfertigen, dass alternativen Postdienstleistern durch Dumpingpreise Kunden entzogen werden“, betonte die Behörde. Die Post hatte die „Impulspost“ bereits in Pilotprojekten getestet, ab dem Jahr 2017 sollte das Produkt breit angeboten werden.

Die Post hat aber auch noch an anderer Stelle Ärger mit der Regulierungsbehörde. Sie untersucht Vorwürfe von Konkurrenten, der Konzern boote Wettbewerber durch Großkundenrabatte in Form von Werbevergütungen aus. Auch daran hatte das Bundeskartellamt im vergangenen Jahr Anstoß genommen: Die Wettbewerbshüter warfen dem Konzern vor, in der Vergangenheit mit Großkunden Briefpreise und Treue-Rabatte vereinbart zu haben, die es anderen Briefdienstleistern unmöglich machten, ein wettbewerbsfähiges Angebot zu unterbreiten. Die Post habe diese Praxis aber eingestellt.

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