Schlacht um Aleppo: Russische Unterstützung für Syrer bleibt erstmals aus

Am Donnerstag fanden in Aleppo schwere Gefechte zwischen der syrischen Armee und Islamisten-Söldnern statt. Die russische Luftunterstützung blieb erstmals aus. Die Hintergründe der russischen Zurückhaltung sind unklar.

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Kreml-Chef Putin und der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu haben keine Unterstützung aus der Luft geschickt. (Foto: dpa)

Kreml-Chef Putin und der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu. (Foto: dpa)

Am Donnerstagmorgen fanden im nördlichen Teil der Stadt Aleppo schwere Gefechte zwischen der 4. Mechanisierten Division der syrischen Armee (SAA) und internationalen Söldnern statt. Die SAA griff die Viertel Al-Khalidiyah und Al-Layramoun an. Allerdings konnte keine der Konfliktparteien einen spürbaren Erfolg erzielen.

Al-Masdar News berichtet, dass die SAA nur schwerlich Fortschritte erzielen wird, weil die russischen Luftschläge zur Unterstützung der SAA erstmals ausgeblieben sind. Die Hintergründe für die Zurückhaltung der Russen bleiben ungeklärt. Unklar ist auch, ob es einen Zusammenhang mit der Aussöhnung mit der Türkei gibt.

In den vergangenen acht Tagen hatte die russische Luftwaffe diverse Distrikte von Aleppo bombardiert. Zuletzt wurden die Russen und Syrer überrascht, weil islamistische Söldner erstmals ein schweres Luftabwehrsystem eingesetzt hatten. Die Russen und Syrer wussten bisher nicht, dass sich das Luftabwehrsystem im Besitz der Söldner befand.

Mitte Mai konnte die Islamisten-Miliz al-Nusra Erfolge gegen Russland und Syrien in der Provinz Aleppo einfahren. Sowohl in Nord- als auch in Südaleppo konnte sie größere Landstriche einnehmen.

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