Syrien: Islamisten-Söldner schaffen Durchbruch in Latakia

Islamisten-Söldner haben in der syrischen Provinz Latakia die syrische Armee zum Rückzug gezwungen. Vier Panzer soll die Armee verloren haben. Die russische Luftunterstützung für die Syrer blieb zum zweiten Tag in Folge aus.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Ein islamistischer Söldner in Latakia in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juni. (Screenshot/Ahrar al-Scham)

Ein islamistischer Söldner in Latakia in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juni. (Screenshot/Ahrar al-Scham)

Die Islamisten-Söldner von al-Nusra und Ahrar al-Scham haben am Freitag in der Provinz Latakia einen Durchbruch erzielt und die Stadt Kinsibba von der syrischen Armee (SAA) zurückerobert. Kinsibba befindet sich ähnlich wie Salma in hügeligem Gelände und diente pro-türkischen Milizen und islamistischen Söldnern zu Beginn des Syrien-Konflikts als Stützpunkt.

Eine Rückeroberung der strategisch wichtigen Stadt eröffnet den Übergang zur türkischen Grenze in der Region Latakia.Ahrar al-Scham hat die Rückeroberung auf Twitter dokumentiert.  Al-Masdar News berichtet, dass die SAA sich zurückziehen musste, weil sie massiv mit Granatenwerfern, Raketen und Artilleriegeschossen beschossen wurden. Dabei soll die SAA auch vier Panzer der Klasse T-55 verloren haben. Der Vorstoß der Söldner in Latakia ist besonders problematisch für die SAA, da Latakia als Hochburg der syrischen Regierung und der loyalen Syrer gilt.

Auffällig ist, dass die Unterstützung durch die russische Luftwaffe zum zweiten Tag in Folge ausgeblieben ist. Am Donnerstag fanden in Aleppo Gefechte zwischen der syrischen Armee und Islamisten-Söldnern statt. Die russische Luftunterstützung blieb dort erstmals aus.

Ohne die Unterstützung durch die russische Luftwaffe wird es der SAA nicht gelingen, die internationalen Söldner zu besiegen. Die Zurückhaltung der Russen ist zwar auffällig, doch die Hintergründe sind unklar.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick