Nach Panama Papers: Massiver Kapitalzufluss in die USA

Seit Veröffentlichung der Panama Papers können sich die USA eines großen Kapitalzuflusses erfreuen. Während im März noch 98,1 Milliarden Dollar aus US-Vermögenswerten ins Ausland abflossen, führte die Veröffentlichung der Panama Papers am 3. April dazu, dass im Monat April 80,4 Milliarden Dollar von Ausländern erneut in US-Vermögenswerte investiert wurden.

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Im Monat April kauften ausländische Investoren US-Vermögenswerte im Wert von 80,4 Milliarden Dollar. Einen Monat zuvor hatten ausländische Investoren US-Vermögenswerte im Wert von 98,1 Milliarden Dollar verkauft, berichtet das US-Schatzamt in einer Mitteilung. Daraus ergibt sich, dass sich die USA seit Veröffentlichung der Panama Papers am 3. April 2016 einem enormen Kapitalzufluss erfreuen konnten.

Die exakte Herkunft des ausländischen Kapitals ist unbekannt. Aber nach Veröffentlichung der Panama Papers fließen die Vermögen von Wohlhabenden aus aller Welt in die USA. „Die Kunden sind oftmals internationale Familien mit Nachwuchs in den USA“, zitiert Bloomberg Scott Cripps von der Rothschild-Treuhandgesellschaft.

Bei ausländischen Kapitalbesitzern sind insbesondere auch die Offshore-Zentren in den USA beliebt, da diese keine Erwähnung in den Panama Papers fanden. Eine wichtige Rolle bei der Abwicklung der Kapitalströme in die US-amerikanischen Offshore-Zentren spielt die Treuhandgesellschaft der Rothschild-Familie Trust Rothschild Trust North America, die ihren Hauptsitz mittlerweile im Offshore-Zentrum Reno in Nevada hat.

Die EU verfolgt eine andere Strategie. Die EU-Kommission will „Steuerflüchtlinge“ verfolgen, wovon vor allem die Wohlhabenden in Europa betroffen sind, die ihre Gelder zuvor in internationalen Steueroasen geparkt hatten. Doch die Amerikaner bieten den Reichen aus Europa an, ihre Gelder risikofrei in den USA anzulegen. Dies führt zwangsläufig zu einem Kapitalabfluss aus Europa in Richtung Amerika.

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