Volkswagen und BMW mit Problemen in den USA

US-Autokäufer lassen nach dem Abgasskandal weiter die Finger von VW-Autos. Etwas besser erging es Audi. BMW hat Probleme mit dem Mini, das Premium-Segment läuft besser.

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Im Juni verkauften die Wolfsburger in den Vereinigten Staaten 23 809 Autos mit dem Volkswagen-Logo und damit knapp 22 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Abgesehen vom Stadtgeländewagen Tiguan liefen alle wichtigen Modelle schlechter. Dabei hatte es in diesem Juni sogar einen Verkaufstag mehr gegeben als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor.

Im gesamten ersten Halbjahr sank der VW-Absatz im Jahresvergleich um knapp 15 Prozent auf 149 014 Stück. Besser lief es bei Audi: Die Verkaufszahlen der VW-Oberklassetochter Audi kletterten in der ersten Jahreshälfte um 3,5 Prozent auf 96 934. Im Monat Juni solo lag das Plus bei 1 Prozent.

Die rund 15 Milliarden Dollar schwere Einigung mit US-Klägern über Strafen und Entschädigungszahlungen im Abgasskandal dürfte kaum Einfluss auf die Entwicklung der Verkäufe des Konzerns gehabt haben. Der geplante Vergleich war erst Ende Juni vorgestellt worden.

BMW hat in den USA im Juni einen Absatzrückgang von 11,9 Prozent im Jahresvergleich verzeichnet. Die BMW-Gruppe, zu der auch der Mini gehört, verkaufte in dem vergangenen Monat 33.769 Fahrzeuge. Bei der Marke BMW lag der Absatzrückgang bei 10,3 Prozent, vom Mini wurden 20,4 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Einen deutlichen Anstieg gab es beim BMW 7, von dem 69,2 Prozent mehr verkauft wurden. Beim 2er BMW lag das Absatzplus bei 139,4 Prozent und beim BMW X3 bei 69,5 Prozent.

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