Millionen-Schaden: Fahrrad-Diebstahl boomt in Deutschland

Der Diebstahl von Fahrrädern hat die Versicherer in Deutschland im vergangenen Jahr 100 Millionen Euro gekostet. Der durchschnittliche Schaden hat bei gut 520 Euro pro Rad gelegen. Aufgeklärt wurden nur rund neun Prozent der Straftaten.

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Ein Fahrradschloss wird mit einem Bolzenschneider geöffnet. Fahrrad-Diebstahl ist häufig in Deutschland. (Foto: dpa)

Ein Fahrradschloss wird mit einem Bolzenschneider geöffnet. (Foto: dpa)

Im vergangenen Jahr seien rund 200.000 versicherte Räder gestohlen worden und damit ebenso viele wie im Jahr 2014, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gegenüber der Welt am Sonntag.

Der tatsächliche Gesamtschaden durch Fahrrad-Diebstahl dürfte dem Bericht zufolge deutlich größer sein, da viele Besitzer ihr Rad wegen der hohen Zusatzkosten in der Hausratversicherung nicht extra versicherten. Die Polizei meldete demnach für 2015 insgesamt 335.174 Fahrraddiebstähle. Bei der Gesamtzahl gab es gegenüber dem Vorjahr aber einen Rückgang um 1,3 Prozent.

Aufgeklärt worden seien 9,1 Prozent der Fahrraddiebstähle und damit etwas weniger als im Jahr 2014, berichtet die AFP. Gemessen an der Bevölkerung schlugen die Diebe am häufigsten in Münster zu. In der als Fahrradstadt bekannten westfälischen Stadt gab es auf 100.000 Einwohner 1719 Diebstähle, gefolgt von Magdeburg mit 1514 Fällen und Cottbus mit 1502 Fällen.

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