US-Justizministerium: Keine Anklage von Hillary Clinton

Die Email-Affäre von Hillary Clinton ist juristisch beendet. Die US- Justizministerin teilte mit, dass keine Anklage erhoben wird. Die Entscheidung dürfte das Vertrauen der Amerikaner in die Institutionen nicht unbedingt stärken.

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US-Justizministerin Loretta Lynch folgt wie angekündigt der Empfehlung des FBI und wird Ex-Außenministerin Hillary Clinton nicht wegen der E-Mail-Affäre anklagen. Das teilte Lynch am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington mit. Die Ermittlungen sind damit offiziell beendet.

Die amerikanische Bundespolizei FBI hatte am Dienstag trotz vernichtender Kritik am Verhalten Hillary Clintons keine Anklageempfehlung ausgesprochen. Clinton hatte als Außenministerin auch dienstliche E-Mails über private Server und Geräte abgewickelt. Das FBI stellte aber fest, es könne nicht von vorsätzlich kriminellem Verhalten ausgegangen werden.

Zuvor hatte sich Bill Clinton zufällig mit der US-Justizministerin auf einem Flughafen getroffen und dort nach Angabe von Hillary über die Enkel und das Golfspiel gesprochen.

Die voraussichtliche demokratische Präsidentschaftskandidatin hatte über Monate gesagt, sie habe nie vertraulich markiertes Material über die kritisierten Server abgewickelt. Die Untersuchung des FBI stellte das exakte Gegenteil fest.

Die Affäre ist nun juristisch beendet, verstärkt im Wahlkampf 2016 aber Clintons Glaubwürdigkeitsprobleme.

Lynch hat die Aufsicht über das FBI und wäre als Chefanklägerin für ein Verfahren zuständig gewesen. Sie war verdächtigt worden, als Demokratin nicht unabhängig zu sein, hatte aber wiederholt klargemacht, der Empfehlung des FBI in jedem Fall folgen zu wollen.

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