Suche nach Putschisten: Türkei schickt Kampf-Jets in die Ägäis

Die türkische Luftwaffe ist mit zwei Kampfjets in die Ägäis geflogen. Die Regierung verdächtigt einige der noch flüchtigen Putschisten, sich mit Booten der Küstenwache absetzen zu wollen. Der Einsatz wurde nach kurzer Zeit beendet. Die Patrouillenflüge werden fortgesetzt.

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Die türkische Luftwaffe hat mehrere Kampfjets der Klasse F-16 in die Ägäis gesendet, um gegen zwei Boote der türkischen Küstenwache vorzugehen. Die Boote sollen sich bereits in griechischen Gewässern befinden, berichtet Haberturk. Zudem soll die türkische Marine ein Patrouillen-Boot ausgesendet haben, um die Region zu überwachen. Offenbar vermutet die türkische Regierung Putschisten auf den Booten.

Kathimerini berichtet, dass zuvor acht türkische Putschisten, die in einem Helikopter nach Griechenland geflohen waren, um dort Asyl zu beantragen, ins Landesinnere verlegt werden mussten. Die hochrangigen Soldaten wurden auf die Polizeistation in Kavala in der Nähe der türkischen Grenze gebracht. Bei ihrer Ankunft in Kavala wollten Mitglieder der türkischen Minderheit die Soldaten attackieren. Die Polizei musste intervenieren, um die Menschen zu beruhigen.

Nach Informationen von Haberturk sollen die Kampfjets wieder zurückgeflogen sein. Zuvor wurde gemeldet, dass sich in der Nähe der griechischen Insel Symi zwei türkische Boote der Küstenwache befinden sollen. Die Patrouillen-Flüge in der Region werden fortgeführt.

Zwischen der Türkei und Griechenland gibt es seit Jahren Spannungen. Die griechische Regierung wirft der Türkei vor, unzählige Verletzungen des griechischen Luftraums verursacht zu haben. Die griechische Luftwaffe ist wegen der Euro-Krise geschwächt und ist wegen Sparmaßnahmen gezwungen, die eigenen Maschinen bei kleineren Zwischenfällen auf dem Boden zu lassen.

Beide Länder sind Mitglied der Nato.

 

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