Moskau beunruhigt: Schwere Ausschreitungen in Armenien

Am Mittwoch ist es in der armenischen Hauptstadt Jerewan zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Regierung in Moskau ist nervös, weil sie eine Destabilisierung unmittelbar an den russischen Grenzen fürchtet.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Russland fürchtet eine Destabilisierung durch Armenien. Ausschreitungen sind die Folge. (Karte: Stratfor)

Russland und Armenien. (Karte: Stratfor)

Am Mittwochabend ist es in der armenischen Hauptstadt Jerewan zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen, berichtet Armenpres. Die Demonstranten bewarfen die Polizei mit Steinen. Diese antworteten wiederum mit Tränengas. Aktuell befindet sich die Polizei von Jerewan in Verhandlungen mit oppositionellen Geiselnehmern, die mehrere Polizeibeamte in ihrer Gewalt haben.

Am Mittwoch konnte in der armenischen Hauptstadt eine Geiselnahme von Polizeibeamten in der dritten Nacht in Folge nicht aufgelöst werden, berichtet Radio Free Europe/Radio Liberty. Die New York Times berichtet: „Die Geiselnehmer forderten die Freilassung von Oppositionsführer Jirair Sefilian, der im Juni unter dem Vorwurf des Waffenbesitzes eingesperrt wurde.“

Die Polizei tue alles dafür, um die Ausschreitungen „ohne Blutvergießen“ zu klären, so der Vize-Polizeichef Hunan Pogosian. Die Geiselnehmer haben noch vier Menschen ihrer Gewalt, vier andere wurden inzwischen freigelassen. Insbesondere Russland sorgt sich um die Stabilität in Armenien, weil das Land wichtig ist für die Stabilität Russlands.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***